Brand in der Dachauer Straße Bleibt die Brandursache für immer ungelöst?

, aktualisiert am 08.11.2016 - 17:10 Uhr
Bei dem Brand in der Dachauer Straße sind drei Menschen ums Leben gekommen. Foto: Thomas Gaulke

Bisher fand die Polizei keine Spuren von Brandbeschleuniger. Der Vater und seine Töchter werden in ihrer Heimat beigesetzt.

 

Maxvorstadt - Weder die Schilderungen der Bewohner des Arbeiterheims in der Dachauer Straße noch die sichergestellten Spuren im Treppenhaus haben die Ermittlungen der Brandfahnder bisher entscheidend weitergebracht. 40 Menschen hielten sich in dem Miethaus auf, als am frühen Mittwochmorgen vergangener Woche das Feuer ausbrach. „Die Aussagen sind teilweise widersprüchlich“, sagt Polizeisprecher Michael Riehlein, „weitere Vernehmungen sind erforderlich“.

Keinen Brandbeschleuniger gefunden

Nach AZ-Informationen ist es bisher nicht gelungen, am Tatort Spuren eines Brandbeschleunigers sicherzustellen. Damit ist weiterhin unklar, wie die im Treppenhaus abgelegte Matratze Feuer fing. Polizeisprecher Carsten Neubert: „Ein tragisches Unglück kann derzeit genauso wenig ausgeschlossen werden, wie vorsätzliche Brandstiftung.“ 13 Fahnder arbeiten an der Aufklärung.

Die drei Todesopfer wurden mit Hilfe von Zahnarztunterlagen identifiziert. Die Leichen des Vaters (37) und seiner Töchter (9 und 16) sind inzwischen von der Staatsanwaltschaft freigegeben worden. Sie sollen morgen nach Bulgarien überstellt werden und dort Ende der Woche auf dem Friedhof ihres Heimatdorfs im Südosten des Landes die letzte Ruhestätte finden.

 

3 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading