Brand an der Hauptstraße Eröffnung verschoben: Imbiss brennt völlig aus

Ruß und Rauch behindern die Löscharbeiten. Die Feuerwehren belüften den Imbiss mit einem überdimensionalen Ventilator. Foto: bm

25 000 Euro Schaden: Ein neuer Imbiss an der Hauptstraße brennt völlig aus, noch ehe er aufgemacht hat. Es gibt einen Verdacht, was den Brand verursacht hat.

Landshut - Bevor auch nur ein Falafelbällchen über den Tresen gereicht werden konnte, platzte der Traum eines Landshuters vom neuen Geschäft: Der Mann wollte sich in Laufnähe des Bahnhofs Neufahrn einen Döner- und Falafel-Laden aufbauen. In den Nachmittagsstunden wurde laut Zeugenaussagen in der Imbiss-Küche noch gearbeitet. Als der Betreiber dann am Dienstagabend kurz vor 19 Uhr zum Laden im Biberger-Gebäude an der Hauptstraße 67 in Neufahrn zurückkam, schlug ihm schon der Rauch aus der Küche entgegen. Die Küche des neuen Imbisses hatte Feuer gefangen. Sie brannte völlig aus. Am Samstag sollte Eröffnung sein.

Als Brandursache wird eine defekte Kaffeemaschine vermutet, so die Polizei. Der Schaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand, auch die Wohnungen im oberen Stockwerk wurden nicht beschädigt.

"Brand im Imbiss" lief über den Alarm-Ticker. Sofort rückten die Feuerwehren aus Neufahrn, Winklsaß, Hofendorf-Hebramsdorf, Ergoldsbach und Mallersdorf-Pfaffenberg aus. Die Mallersdorfer Feuerwehr war wegen einer Drehleiter zusätzlich alarmiert worden, da nicht klar war, ob sich Personen im oberen Stockwerk des Gebäudes aufhielten.
 

Die Feuerwehren waren mit insgesamt rund 70 Mann etwa eine Stunde im Einsatz. Die Einsatzkräfte hatten den Brand schnell unter Kontrolle und setzten mehrere Atemschutztrupps ein. Ein Ventilator half bei der Rauchbeseitigung, es roch laut Feuerwehr stark nach verkohltem Kunststoff. Das defekte Gerät, das den Brand ausgelöst hatte, konnte mit dem Ofen, auf dem die Kaffeemaschine abgestellt war, aus dem Imbiss herausgeholt und gelöscht werden.

Wie Einsatzleiter Christian Florian von der Feuerwehr Neufahrn der AZ vor Ort mitteilte, hatten Passanten und der Imbissbetreiber noch versucht, mit einem Feuerlöscher gegen die Flammen vorzugehen - vergeblich.

Die Imbissräume von rund 100 Quadratmetern brannten komplett aus. Auch die Deckenverkleidung hatte sich in mit der Hitze gelöst, die Räume sind jetzt stark verrußt.

"Wir haben ein riesiges Glück gehabt", meinte Adolf Biberger gestern, der Vater der Eigentümerin des Gebäudes. Es sei niemand verletzt worden, die Wohnräume im oberen Stockwerk seien nur etwas verraucht, aber nicht beschädigt. Biberger: "Da hat die Betondecke wohl nach oben abgeschirmt." Das Haus gehöre seiner Tochter Elvira, die gegen Brandschäden versichert sei.

Solch eine Brandversicherung deckt, wie Ernst Ganslmeier von der Polizeiinspektion Rottenburg sagt, nur die fest verbauten Einrichtungsgegenstände sowie Brandschäden an Decke, Boden und Wänden ab. Deshalb bleibt zu hoffen, dass der Besitzer des Falafel-Shops versichert ist, um das Kücheninventar ersetzen zu können.

Die Bewohner der Wohnung im ersten Stock waren zum Brandzeitpunkt nicht zu Hause. Als sie um kurz vor acht Uhr eintrafen, konnten Feuerwehr und Polizei auch ihre Räume in Augenschein nehmen. Die beiden Bewohner sind derzeit bei der Familie Biberger im Haus untergebracht, da die Wohnung noch zu verraucht ist.


Der Imbissbesitzer, der in den vergangenen Wochen seine Geschäftseröffnung für Samstag geplant hatte, war noch am Dienstagabend von der Polizei zum Brandhergang befragt worden.

 

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