"BR ist kein Regierungsfunk" "Dahoam is dahoam": Grüne kritisieren Söders Gastauftritt

Wird er der nächste Bayerische Ministerpräsident? - Die AZ hat Markus Söder schonmal die Krone aufgesetzt. Foto: dpa/AZ-Montage

In bester Hollywood-Tradition spielte er sich selbst - Markus Söder und seine Gastrolle  in "Dahoam is dahoam". Jetzt kritisieren die Grünen den BR-Auftritt des bayerischen Finanzministers.

München - Die Grünen kritisieren den Bayerischen Rundfunk wegen des Gastauftritts von Finanzminister Markus Söder (CSU) in der Seifenoper "Dahoam is dahoam". Söder habe in der Serie breit für die Programme der Staatsregierung werben dürfen, kritisierte Fraktionschef Ludwig Hartmann am Donnerstag. "Die Aufzählung der vermeintlichen Glanzleistungen der CSU-Staatsregierung hat in dieser Serie nichts verloren", sagte Hartmann.

"Ich kann nicht verstehen, wie sich der Bayerische Rundfunk hierzu herablassen konnte." Hartmann verlangte eine Stellungnahme von BR-Intendant Ulrich Wilhelm. "Der BR ist kein Regierungsfunk."

Die Folge war am Dienstag ausgestrahlt worden, Söder spielte darin sich selbst. Der CSU-Politiker reagierte am Rande der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth auf Hartmanns Kritik: "Ich habe nur die Wahrheit gesagt." Es seien Tatsachen, dass Bayern den höchsten Beitrag zum Länderfinanzausgleich zahle und beim Ausbau des schnellen Internets führend sei.

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder und der frühere Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (beide SPD) hätten ebenfalls Gastauftritte in Fernsehserien absolviert, ohne dass die Grünen das damals kritisiert hätten. Hartmanns Äußerungen seien kleinkariert.

 

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