Böse Buben in 3D Bayerisches LKA setzt auf Laser-Technik

 Foto: Bayerisches LKA

Laserscanner und Hautschuppenanalyse: Besonders schwierige Fälle löst das Bayerische Landeskriminalamt mit neuartigen Verfahren.

 

 München  – Im Kriminaltechnischen Institut (KTI) kommt inzwischen eine 3-D-Lasertechnologie zum Einsatz, mit der Tatorte vermessen und erfasst werden. Die Ermittler können so auch Monate nach einer Tat den Ort des Geschehens dreidimensional betrachten und den Ablauf der Tat am Computer nachstellen.

„Der Laserscanner kommt aus dem Bau- und Architekturwesen“, sagte KTI-Leiter Guido Limmer am Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Verfahren in München. Bei einem Laser-Scan gehe es nicht um das reine Bildermachen, sondern um eine millimetergenaue Vermessung des Tatortes. Jeder dieser Scans brauche etwa eine Stunde, sagte Limmer. Allerdings nehme die Auswertung der Daten und die Erstellung der Animation weitere rund 20 Stunden in Anspruch.

Deshalb könne die aufwendige 3-D-Lasertechnologie auch nur in Ausnahmefällen angewendet werden. Neben der dreidimensionalen Abtastung von Tatorten kommen die Ermittler auch durch die Untersuchung feinster Hautschuppen den Tätern auf die Spur. Kleidungs- oder Möbelstücke werden dafür mit speziellen Spurensicherungsbändern abgeklebt. Hunderte dieser feinen Schuppen im Pikometer-Bereich bleiben daran kleben und können einzeln unter dem Mikroskop ausgewertet werden. Oft seien darunter auch Partikel wie Haare oder Hautschuppen des Täters, betonte Limmer.

 

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