Börse in Frankfurt Ruhiger Handel am deutschen Aktienmarkt

Frankfurt: Händler verfolgen auf ihren Monitoren im Handelssaal der Börse die Kursentwicklung. Foto: Boris Roessler/dpa

Frankfurt/Main - Die Laune der Anleger am deutschen Aktienmarkt ist angesichts der internationalen Handelskonflikte und der Währungsturbulenzen in Schwellenländern weiter etwas getrübt. Weil in den USA zudem Feiertag war, verlief der Handel am Montag aber insgesamt ruhig.

Der Dax knüpfte an seine Schwäche der vergangenen Woche an, verringerte jedoch bis zum Handelsschluss sein Minus. Mit einem kleinen Abschlag von 0,14 Prozent auf 12.346,41 Punkte ging er letztlich aus dem Tag.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax büßte 0,30 Prozent auf 26.820,51 Punkte ein, wogegen Technologiewerte gefragt waren. Der TecDax rückte um 0,39 Prozent auf 3024,47 Zähler vor.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich mit plus 0,06 Prozent auf 3394,99 Punkte kaum verändert, ähnlich wie der Pariser Leitindex Cac-40. In London hingegen verhalf unter anderem das schwache Pfund zu Gewinnen von fast einem Prozent im FTSE 100.

"Durch den US-Feiertag gab es kaum dynamische Bewegungen", meinte Marktexperte Jens Klatt. Gefährlich bleibe es für den deutschen Leitindex aber. Es stehe "auf Messers Schneide", ob der Dax in den kommenden Handelstagen unter die 12 100-Punkte-Marke fallen könnte.

Klatt hob den anhaltenden Zollstreit hervor. Sollte US-Präsident Donald Trump nicht nur China, sondern weiterhin auch die EU herausfordern, dürfte sich der Druck auf die Aktien der deutschen Autobauer verschärfen - was auch den Dax insgesamt herunterzöge.

Zollsorgen belasten die Autobranche europaweit bereits seit geraumer Zeit. Allein im August ging es um bald 6 Prozent abwärts, zum September-Auftakt verlor sie ein weiteres Prozent. Im Dax zählten die deutschen Autobauer am Montag wieder zu den größten Verlierern. Die Vorzugsaktien von VW hielten die rote Laterne mit minus 2,1 Prozent. Daimler und BMW folgten mit Verlusten von 1,3 und 0,7 Prozent. Die Anteilsscheine von Continental gaben um 0,9 Prozent nach.

Im TecDax stiegen die Anteile von Wirecard zeitweise auf ein neues Rekordhoch von 197,20 Euro und schlossen dann mit plus 2,3 Prozent rund eineinhalb Euro tiefer. Dem Zahlungsabwickler ist Index-Experten zufolge die Aufnahme in den Dax zum 24. September sicher. Die Deutsche Börse dürfte dies am Mittwochabend bekanntgeben.

Die Aktien des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus gaben dagegen ihre Gewinne aus der Vorwoche ab. Ein negativer Analystenkommentar der Commerzbank drückte sie im SDax um 14,6 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Freitag auf 0,19 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,10 Prozent auf 141,37 Punkte. Der Bund Future legte um 0,04 Prozent auf 163,20 Punkte zu. Der Euro-Kurs bewegte sich nur wenig und wurde am frühen Abend mit 1,1617 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1609 (Freitag: 1,1651) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8614 (0,8583) Euro.

 

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