Börse in Frankfurt Dax gibt nach - Anleger zögern weiterhin

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Frankfurt/Main - Ungelöste internationale Konflikte haben am Dienstag weiter für Zurückhaltung am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax gab zum Handelsende um 0,38 Prozent auf 12.228,44 Punkte nach.

 

Auch im breiteren Markt scheint die jüngste Börsenrally zunächst verpufft: Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, verlor 0,10 Prozent auf 25.444,99 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,32 Prozent auf 3444,36 Zähler nach.

Während es in Paris ebenfalls leicht bergab ging, legte der Londoner Leitindex FTSE 100 um 0,08 Prozent zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsende mit 0,19 Prozent im Minus.

Ende der Woche wollen sich US-Präsident Donald Trump und sein Amtskollege Xi Jinping auf dem G20-Gipfel treffen, um über den schwelenden Handelskonflikt zu sprechen. "Scheitern die Gespräche in Osaka erneut und dann wohl für lange Zeit, würde die Gefahr einer weltweiten Rezession deutlich steigen", warnten Experten vom Broker CMC Markets in einem Kommentar. Hinzu kommt die angespannte Lage zwischen dem Iran und den USA. Nach neuen Sanktionen scheinen die Fronten zwischen den Staaten verhärtet.

Bei den Standardwerten hielten sich die Kursveränderungen in Grenzen. Infineon erholten sich um 1,39 Prozent und waren damit stärkstes Dax-Mitglied. Zwischenzeitlich sehr starke Osram-Aktien profitierten zum Handelsende noch mit einem Plus von 1,97 Prozent vom Verkauf des schwächelnden Leuchtengeschäfts. Auf dem ersten Platz im MDax lagen die Papiere von 1&1 Drillisch mit 2,29 Prozent Wertzuwachs.

Puma-Aktien hatten es im Tagesverlauf auf neuen Rekordstand von 57,50 Euro geschafft, zum Schluss kosteten sie noch 56,65 Euro. Beim Biotech-Unternehmen Morphosys nutzten Aktionäre den starken Anstieg am Vortag dagegen für Verkäufe. Der Aktienkurs fiel um mehr als 5 Prozent.

Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite bei minus 0,35 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 144,73 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,21 Prozent auf 172,84 Punkte zu. Der Euro blieb stabil und kostete zuletzt 1,1386 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1388 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8781 (0,8777) Euro gekostet.

 

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