Viererbob Kein Podestplatz im Weltcup - Friedrich mit Triple im Zweier

Hatten beim letzten Rennen die Nase vorn: Alexander Kasjanow und seine Teamkollegen Alexej Puschkarew, Wassili Kondratenko und Alexej Zaitsew aus Russland. Foto: dpa

Francesco Friedrich hat in diesem Winter das Triple im Eiskanal geschafft. Im kleinen Schlitten blieb er in allen Bob-Titelrennen mit Anschieber Thorsten Margis unbezwungen. Nur im Viererbob gingen die Deutschen nach dem WM-Dreifachtriumph leer aus.

 

Pyeongchang - Der Warnschuss bei der Olympia-Generalprobe für 2018 war laut und deutlich. Die deutschen Bobpiloten sind nach ihrem WM-Dreifachtriumph beim Viererbob-Weltcupfinale in Pyeongchang leer ausgegangen. Der WM-Dritte Nico Walther kam am Sonntag nach zwei Läufen mit 0,33 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Russen Alexander Kasjanow auf Rang fünf. Auf Rang zwei landete der Schweizer Rico Peter vor dem Letten Oskars Kibermanis, der in 4,87 Sekunden Startrekord schob.

Kasjanow stellte im Finaldurchgang in 49,97 Sekunden einen Bahnrekord auf. Die beiden Viererbob-Weltmeister Francesco Friedrich und Johannes Lochner verpassten das Podest. Lochner kam auf Rang sechs, Friedrich musste sich mit Platz elf zufrieden geben.

Am Vortag hatte Friedrich im Zweierbob das Triple gewonnen. Nach seinem EM- und WM-Titel sicherte sich der 26-jährige Sachse mit Anschieber Thorsten Margis die Kristallkugel im Gesamt-Weltcup. Mit Startrekord in 4,86 Sekunden und Bahnrekord in 50,24 Sekunden verwies den Letten Kibermanis auf Platz zwei. Dritter wurde Lochner mit Joshua Bluhm, der nach Lauf eins noch auf Rang acht gelegen hatte.

Trotz enttäuschender Leistung in der Königsklasse stand Friedrich am Sonntag doch noch auf dem Podest ganz oben. Mit drei Zählern Vorsprung auf den Russen Kasjanow sicherte sich der Sachse den Gesamtsieg in der Kombinationswertung in beiden Disziplinen - er ist der beste Pilot des Winters. "Jetzt wollen wir alle nur heimfahren und regenerieren. Man hat gemerkt, dass so ein bisschen die Luft raus ist", sagte der viermalige Zweierbob-Weltmeister.

In seiner Spezialdisziplin ließ er der Konkurrenz im "Alpensia Sliding Center" keine Chance. "Es war ein erster Schritt in Richtung nächstes Jahr. Wir haben noch Fehler in der Bahn gemacht, ganz klar. Wir wissen aber, worauf es ankommt", sagte Friedrich. Lochner meinte nach seiner Aufholjagd im neuen 1857 Meter langen und 16 Kurven umfassenden Eislabyrinth: "Es hat endlich mal ein Lauf in den zwei Wochen hier funktioniert, daher bin ich sehr glücklich."

 

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