Blitzkritik Ponkie sieht fern: Kommissar Stolberg

Rudolf Kowalski ist Kommissar Stolberg Foto: dpa

Die vierte Staffel begann mit einem scheinbaren Rotlicht-Racheakt auf einen scharfen Staatsanwalt: Kommissar Stolberg - kalt wie Mathematik.

 

Inmitten der hektischen 60-Minuten-Krimiknaller sind die lakonischen (und drakonischen) Ermittlungsmaßnahmen des grimmigen Kommissar Stolberg (Rudolf Kowalski) eher logistische Übungen zur Wahrscheinlichkeitsrechnung, kühl und knapp und im Umfeld lügenhafter Zeugen entsprechend radikal. Die vierte Staffel begann mit einem scheinbaren Rotlicht-Racheakt auf einen scharfen Staatsanwalt: „Bei Anruf Mord“ (Buch: Sönke Lars Neuwöhner, Regie: Michael Schneider, ZDF) schildert einen Mord, der eigentlich gar nicht möglich war in einem schwer bewachten Haus unter Polizeischutz.

Stolberg rekonstruiert mit der Stoppuhr die Zeitabläufe, und am Ende ist aus dem Drogendealer-Rachemord eine höchst private Strafaktion für den erschossenen Staatsanwalt geworden: Perverse Gewohnheiten beim Verschleiß von Frauen ergeben eine exzentrische Doppelleben-Story vom sadistischen Staatsanwalt und seinen Exsklavinnen. Ein Ermittlungs-Exempel vom falschen Verdacht - kalt wie Mathematik.
Ponkie

 

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