Blitzkritik Der perfekte Latin-Lover: Eros Ramazzotti in der Olympiahalle

Eros Ramazzotti in der Olympiahalle Foto: Dorothee Falke

Er kann's nicht lassen: Hier ein Bussi ins Publikum, dort ein Autogramm mit Dackelblick von der Bühne runter, dazu immer wieder dieses Lausbuben-Lächeln. Italiens Superstar Eros Ramazzotti gibt perfekt den Latin Lover.

 

Er kann's nicht lassen: Hier ein Bussi ins Publikum, dort ein Autogramm mit Dackelblick von der Bühne runter, dazu immer wieder dieses Lausbuben-Lächeln. Italiens Superstar Eros Ramazzotti gibt perfekt den Latin Lover und kann mit seinem neuen Programm locker zwei Tage hintereinander die Olympiahalle füllen.

Auch für männliche Fans hat er etwas mitgebracht: Eine E-Gitarre mit Wah-Wah-Pedal, Klein-Eros auf den Spuren des großen Jimi Hendrix. Doch nach der ersten Hälfte des Programms legt er dieses für ihn viel zu schwierige Spielzeug wieder weg. Gut so.

Denn nun zeigt er, was er wirklich kann: Singen und entertainen. Man muss keine italophile Ader haben, um den Abend genießen zu können. Alle Kompositionen und Arrangements lassen sich am internationalen Standard messen. Dazu eine zehnköpfige Begleitband, Licht- und Videospiele vom Feinsten, viele Hits.

Zu Beginn „Dove c'e' Musica", „Un Attimo di Pace" und „Terra promessa", dann „Una Storia importante", „Se bastasse una Canzone", das perfekte Wunschkonzert. Neue Titel vom aktuellen Album „Ali e Radici" gibt es nur vereinzelt, um die Fans nicht zu überfordern. So sind alle glücklich.

Die Fans bekommen „ihren" Eros, so wie sie ihn kennen und lieben, und der Star bekommt sein jubelndes Publikum. Dass der letzte Song der Zugabe „Piu bella Cosa non c'e" heißt (etwas Schöneres gibt es nicht), ist sicher kein Zufall.

Arno Frank Eser

 

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