Sanfter Django Asül Maibock-Anstich: Seehofer und die Wolga-Franken

Django Asül watscht seit zehn Jahren beim Maibockanstich von HB die Politiker ab. Foto: dpa

Beim Maibock-Anstich stichelt Django Asül sanft. Pointierter als der Kabarettist ist ein Politiker. In unserer Bildergalerie sehen Sie außerdem die schönsten Bilder vom Maibock-Anstich 2017.

München - Dass der Söder der ewige Kronprinz bleiben wird, ist natürlich das Thema für Kabarettist Django Asül. So wie sich Söder selbst in seiner Rede mit Prinz Charles verglichen hat, greift das auch Django auf. Und beruhigt Söder: „Das ist eine grobe Beleidigung. Erstens für deine Ohrwaschel. Zweitens für deine Frau Katrin.“ Söder hatte zuvor kritisiert, dass Django Asül ein fettes Gehalt aus der Staatskasse für seinen Auftritt kassiert. Der derbleckt seit zehn Jahren.

Doch dann sind sich der politische Kabarettist und der kabarettistische Politiker doch ähnlich: Söder fordert eine Obergrenze - für Preißn. Und Django erzählt, wie er zwei Preißn im Wirtshaus beobachtet hat, die Weißwürscht mit scharfem Senf gegessen haben. Da sei er kurz davor gewesen, eine Obergrenze für Preißn in Bayern zu fordern. Auch wenn Django viele Schenkelklopfer absahnt, bleibt im Hofbräuhaus das Gefühl, die CSU habe die Staatsgelder bei ihm gut zu ihren Gunsten investiert. Asüls beste Sprüche:

Horst Seehofer: „Er will nach der Landtagswahl einen geordneten Übergang hinkriegen. Drum muss er heute Abend noch ein intensives Selbstgespräch führen. Es gibt noch ein, zwei Punkte, wo er sich selber klar machen will, was er meint.“

„Russland liegt dem Horst besonders am Herzen. Weil Putin über Angela Merkel eine ähnliche Meinung hat wie der Horst. Drum nennt der Horst die Russen ja nicht Russen, sondern liebevoll unsere Wolga-Franken.“

Angela Merkel: „Bei der CSU wirkt jede Aussage wie ein Rammbock. Da ist die Merkel schon hinterfotziger.“

Markus Söder: „Auch der Seehofer sagt: Du bist als Finanzminister unverzichtbar. Und zwar so unverzichtbar, dass du als Ministerpräsident glatt verzichtbar bist.“

„Der Horst hätte sich liebend gern zurückgezogen. Aber angeblich gibt es derzeit keinen passenden Kandidaten. Sollte irgendwer von euch eine passende Lösung wissen, könnt ihr es im Anschluss gerne dem Markus Söder melden.“

Martin Schulz: „Eine Frau hat zu ihm gesagt: Herr Schulz, ich bin Friseurin, aber ich kann nicht von meinem Gehalt leben. Da hat der Schulz die Frau umarmt und gesagt: Ich weiß, wie du dich fühlst. Meine Frau geht auch regelmäßig zum Friseur.“

Seppi Schmid: „Wenn’s gegen den Oberbürgermeister Reiter geht, macht der Beppi aus dem Oktoberfest eine Oktoberrevolution.“

Die Grünen: „Wer wird die neue Fraktionschefin? Es musste eine Frau sein. Weil bei den Grünen geht es nach Geschlechterproporz und nicht nach Kompetenz. Das haben sie abgekupfert vom Regionalproporz der CSU.“

Die Bayern-SPD: „Was ist denn bei euch los, dass keiner so richtig Nachfolger vom Pronold werden will? Es gibt ja ein ungeschriebenes Gesetz: der bayrische Ministerpräsident ist ein Oberbayer. Und der bayrische SPD-Chef ist aus Franken. Wann immer dieses Gesetz gebrochen wurde, wurde es chaotisch. Da könnt ihr gern mal den Beckstein und den Pronold fragen. Oder in 15 Jahren den Söder.“

 

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