Bischofsnachfolger Regensburg: Rudolf Voderholzer ist neuer Bischof

Der neue Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (53). Foto: dpa

Der 53-Jährige tritt Ende Januar die Nachfolge von Gerhard Ludwig Müller an, der im Juli zum Präfekten der Glaubenskongregation in Rom ernannt worden war.

 

Regensburg - Der Dogmatikprofessor Rudolf Voderholzer ist neuer katholischer Bischof von Regensburg. Der 53-Jährige tritt Ende Januar die Nachfolge von Gerhard Ludwig Müller an, der im Juli zum Präfekten der Glaubenskongregation in Rom ernannt worden war. „Das ganze Bistum heißt den neuen Oberhirten herzlich willkommen“, sagte der Diözesanadministrator Wilhelm Gegenfurtner am Donnerstag. Voderholzer gilt als Vertrauter des Papstes – schließlich gibt er das umfangreiche theologische Werk des Kirchengelehrten Joseph Ratzinger heraus. „Wir haben die Hoffnung, dass er das bischöfliche Wirken seines Vorgängers fortsetzt“, betonte Gegenfurtner. Er hoffe aber auch, dass Voderholzer sehr viel Herzenswärme mitbringt.

Voderholzer wurde 1959 in München geboren und ist Professor an der katholisch-theologischen Fakultät Trier. Mit der Bischofsernennung durch den Papst bekommen die rund 1,2 Millionen Katholiken im Bistum Regensburg nach nur fünf Monaten Vakanz einen neuen Oberhirten. Für den Vorsitzenden des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Albert Schmid, zeigt die schnelle Ernennung, wie sehr der Papst auf Kontinuität in Grundfragen setze. „Gerade in nicht einfachen Zeiten für die Kirche gilt es zusammenzustehen“, teilte Schmid mit.

Große Hoffnung in den neuen Bischof setzt auch die Laienbewegung „Wir sind Kirche“. Der Dialogprozess der deutschen Bischofskonferenz sei unter Voderholzers Vorgänger Müller an Regensburg nahezu spurlos vorübergegangen, heißt es in einer Mitteilung. „Es ist zu hoffen, dass der neue Bischof bereit ist, Versäumtes nachzuholen und den Dialog auch zwischen Kirchenvolk und Diözesanleitung auf Bistumsebene und in den Pfarrgemeinden fruchtbar werden zu lassen.“

 

 

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