Bildung Karl Kolb: Bindeglied für deutsch–arabisches Wissenszentrum

Cover des Education Guide der Ghorfa. Foto: ho

Die Bevölkerung in der arabischen Welt erlebte in den vergangenen Jahren unterschiedlichste politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Gerade weil die Menschen mit teilweise drastischen Veränderungen konfrontiert wurden, ist der Übergang in eine kriegsfreie Zeit notwendig und Bildung in diesen Ländern das wichtigste Gut, um langfristig positive Entwicklung anstreben zu können.

 

München - Sie allein ist ausschlaggebend für eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Bildung schafft Perspektiven: Bereits seit vielen Jahren kooperieren daher die arabischen Länder mit Deutschland, um mit Hilfe namhafter Unternehmen wie der Karl Kolb GmbH & Co. KG verschiedene Aus- und Weiterbildungsprojekte umzusetzen. Dabei wurden bereits vielversprechende Kooperationsprogramme ermöglicht, viele weitere sind geplant.

Die arabischen Staaten wissen um das Potenzial nachhaltiger Investitionen in den Bildungssektor, weshalb allein Saudi-Arabien mehr als 20 Prozent des Staatshaushaltes für Bildung ausgibt. Abulrahman Al-Khulaifi weiß als Botschafter von Katar, wie wichtig eine wissensbasierte Gesellschaft für die Zukunft eines Landes ist. Schließlich dient Bildung als das bedeutendste Mittel, um dem sozialen Unfrieden Herr zu werden. Die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze kann nur erfolgen, wenn die arabischen Staaten in Bezug auf Forschung und Wissen einen Schritt nach vorn machen. Der Governor der Technical and Vocational Training Corporation, Dr. Ahmed Alfahaid, sowie viele andere Mitentscheider bemühen sich daher um Bildungsinitiativen sowohl im nationalen als auch internationalen Bereich. Ein Zusammenschluss mit hochkarätigen Unternehmen wie der Karl Kolb GmbH & Co. KG macht ein gutes Ausbildungskonzept erst möglich.

Education Guide als Garant für Wissenstransfer

Der Bildungsleitfaden, der sogenannte Education Guide, dient als wichtige Publikation, um u. a. arabischen Bildungsministerien, Bildungseinrichtungen sowie Unternehmen aus der Bildungsbranche über die Qualität und das Potenzial des Bildungssektors in Deutschland aufzuklären. Es werden zahlreiche deutsch-arabische Projekte in Bezug auf die berufliche Erstausbildung und Weiterbildung vorgestellt. Es ist dem Engagement von der Ghorfa, dem Didacta-Verband und iMOVE sowie zahlreichen Unternehmen wie der Karl Kolb GmbH & Co. KG zu verdanken, dass der deutsch-arabische Kulturdialog derart ausgebaut werden konnte. All diese Partner spielen eine wesentliche Rolle bei der Förderung des internationalen Austauschs im Bildungsbereich.

Die Schaltzentrale für die Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und den arabischen Staaten stellt dabei die Ghorfa als übergeordnete arabisch-deutsche Industrie- und Handelskammer dar. Sie wurde im Jahre 1976 gegründet. Mit ihrem Sitz in Berlin bestehen sowohl Verwaltungsrat als auch Vorstand aus deutschen und arabischen Mitgliedern. Die Ghorfa fördert und stärkt die Geschäftsbeziehungen sämtlicher Wirtschaftsakteure der arabischen und deutschen Geschäftsgemeinschaft. Sie trägt daher in wesentlichem Maße dazu bei, dass die Zusammenarbeit in den wirtschaftsrelevanten Bereichen Industrie, Handel, Finanzen und Investitionen einwandfrei funktioniert. Durch die strategische Zusammenführung unterschiedlicher Partnerschaften schafft die Ghorfa die Grundlage für neue Geschäftsmöglichkeiten, die auf beiden Seiten einen wirtschaftlichen Nutzen bringen.

Das Hauptaugenmerk legt die Ghorfa daher auf eine reibungslose Vernetzung, eine gut funktionierende Kommunikation und eine lückenlose Bereitstellung von Informationen, die relevante wirtschaftliche und industrielle Entwicklungen beinhalten. Aus diesem Grund wurde durch die Ghorfa auch das Arabisch-Deutsche Forum für Bildung und Berufsbildung ins Leben gerufen. Heute zählt es mit mehr als 300 Mitgliedern und Teilnehmern zu den wichtigsten Geschäftsplattformen im Sektor Ausbildung, bei dem ausgesuchte Unternehmen wie die Karl Kolb GmbH & Co. KG, Lucas-Nülle GmbH oder Festo AG & Co. KG zugegen sind. Mithilfe des Engagements dieser und anderer Mitglieder wurde es ermöglicht, zahlreiche Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen zu erschaffen und das Bildungssystem in den arabischen Ländern zu verbessern.

Sehenswerte Ergebnisse für die internationale Zusammenarbeit: der Campus El Gouna

El Gouna – eine Stadt an der Küste des Roten Meeres ist nicht nur als Ägyptens umweltfreundlichste Stadt bekannt. Vielmehr hat sie den einzigartigen Campus El Gouna zu bieten, der als gemeinnütziges Projekt entstand. Es handelt sich hierbei um den ersten Universitätscampus in Ägypten. Solch ein Projekt ist nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen den arabischen Ländern und Deutschland zu ermöglichen. Für die Einrichtung mit ihren architektonischen und technischen Gegebenheiten wurden spezielle Fachleute gewonnen: In diesem Fall war die deutsche Karl Kolb GmbH & Co. KG eine der treibenden Kräfte, die für eine perfekte Integration der technischen Ausrüstung sorgte. Das deutsche Unternehmen arbeitet seit Jahrzehnten als zuverlässiger Handelspartner für Forschungseinrichtungen in der arabischen Welt.

Neben der labortechnischen Ausstattung selbst bietet die Firma zudem praktisches Training für Labortechnik sowie dessen Wartung an. Das Bestreben des hessischen Traditionsunternehmens ist es, einen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Austausch mit dem Nahen Osten zu schaffen. Mit großem Erfolg: Seit langem hat sich Karl Kolb als sachverständiger Entwicklungshelfer auf dem Gebiet der internationalen Forschung einen Namen gemacht. Damit auf dem Campus El Gouna die deutschen Curriculumstandards gewährleistet werden konnten, arbeitete Karl Kolb in diesem speziellen Projekt weiterhin eng mit dem TÜV zusammen.

Als Ergebnis erhielt der Campus das offizielle Zulassungssiegel, indem die Konformität mit den hohen deutschen Standardanforderungen bestätigt wurde. Der Campus El Gouna bietet ein hochmodernes Studien- und Forschungsumfeld, welches zugleich als wichtiger wissenschaftlicher und kultureller Knotenpunkt zwischen Europa und den Nahost- und Nordafrikaregionen gilt. Die Arbeit zeigt, wie wertvoll die internationalen Geschäftsbeziehungen und das deutsch-arabische Netzwerk sind. Es ist ein Schauplatz einer äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit, die auf allen Seiten mehr Chancen im Bereich Wissenschaft und Bildung eröffnet.

Das Arabisch-Deutsche Bildungsforum – die perfekte Plattform für zukünftige Bildungsprojekte

Bildung dient nicht nur als Schlüssel für eine leistungsstarke Wirtschaft. Vielmehr fördert Wissen sowohl die persönliche als auch die berufliche Entwicklung. Aus diesem Grund wurden die von der Ghorfa ins Leben gerufenen Arabisch-Deutschen Bildungsforen geschaffen. In den Podiumsdiskussionen treffen sich zahlreiche Experten von Universitäten, Regierungseinrichtungen, Industrieunternehmen sowie Aus- und Weiterbildungseinrichtungen. Es sind u. a. Vertreter von iMove, Karl Kolb, SAP oder GUtech vertreten, um sich über Möglichkeiten zur Vertiefung der deutsch-arabischen Bildungskooperationen auszutauschen. Zum siebten Mal fand im Oktober 2016 nun das Forum statt, welches sowohl auf arabischer als auch deutscher Seite zu engen Partnerschaften und persönlichen Netzwerken geführt hat. Es standen auch diesmal viele interessante Themen auf dem Programm. Wie in jedem Jahr blieb dabei ein wesentliches Element des Bildungsforums, die Kooperationsgemeinschaft zu stärken und die Netzwerke von arabischen und deutschen Vertretern zu pflegen und auszubauen.

 

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