Nach Renovierung Alles anders im Hugendubel am Stachus

, aktualisiert am 15.11.2018 - 13:59 Uhr
Im ersten Stock des Hugendubel ist ein Café zum Kaffee trinken und Bücher lesen. Foto: Daniel von Loeper

Nach fünf Wochen Umbaupause hat am Donnerstagmorgen der Hugendubel am Stachus neu eröffnet - und vieles verändert. Die AZ hat sich umgeschaut. 

 

München -  Am Ende konnten wir die Arbeiten nur mit Nachtschichten bewältigen“, sagt Architektin Barbara Wallraff. Tatsächlich war der Hugendubel am Stachus nur fünf Wochen geschlossen, bei der Wiedereröffnung am Donnerstagmorgen werden bis die Türen aufgehen noch die letzten Handgriffe erledigt.

Die Filiale erstrahlt im wahrsten Sinne des Wortes, die Etagen sind hell und lichtdurchflutet, man wusste ja gar nicht, wie viele Fenster das Geschäft hat. Dazu sind Wände und sogar der Boden in lichtem Grau, die Decken offen, wie in einem Loft. Die Filiale, die zuvor recht dunkel und unübersichtlich war, wirkt nun aufgeräumt und modern.

Und noch etwas Entscheidendes ist anders. Nina und Maximilian Hugendubel wagen in dieser Filiale ein neues Konzept, die Buchhandlung der Zukunft sozusagen.

Nach der Renovierung am Marienplatz habe man die Kunden intensiv befragt, was sie sich wünschen, das Ergebnis, also die Weiterentwicklung, sehe man nun hier. Es gehe um Atmosphäre, Aufenthaltsqualität, einen Treffpunkt, sagt Nina Hugendubel: „Die Kunden denken nicht in Kategorien wie Sachbuch oder Belletristik, sondern kommen mit Bedürfnissen“.

Keine klassische Einteilung mehr

Deshalb hat sich das Münchner Unternehmen hier vom klassischen Buchhandlungs-Konzpet verabschiedet. Die bewährte Wareneinteilung wie „Romane A-Z“ wird der Kunde hier fortan vergeblich suchen.

Stattdessen gibt es Themenwelten. Kann sein, dass mancher Kunde sich da etwas umgewöhnen muss. „Was ist, wenn ich schnell etwas suche? „Dann helfen die Übersichtstafeln oder unser Personal“, sagt Nina Hugendubel.

Im Erdgeschoss etwa lautet das Motto „abtauchen“. Hier findet sich, was mit fiktiven Welten zu tun hat. Comics, Fantasy, Romane, Krimis. Außerdem die Ecke für die Jugend inklusive Skateboard-Deko und Instagram-Bühne für Selfie-Fans.

Im ersten Stock geht es um „leben, wohnen und genießen“, also Kochen, Ernährung, Ratgeber, Inneneinrichtung, aber auch eine ansehnliche Spieleabteilung und eine große Kinderwelt. Dazu das neue Café, das sich laut den Hugendubels schon am Marienplatz bewährt hat, und eine Showküche für Workshops und Kochkurse.

Im zweiten Stock wurden Gegenwartsliteratur, Fach- und Sachbuch, Reise, Architektur und Kultur zusammengestellt - "Fenster zur Welt" und "Horizonte" heißen die Bereiche. 

Im ganzen Haus kann man sich auf Kästen und Bänken niederlassen. Hugendubel hat einen siebenstelligen Betrag in den Umbau der 2000 Quadratmeter investiert. Ob das neue Konzept ankommt? „Wir werden viel hier sein und das beobachten“, sagt Maximilian Hugendubel.
 

In der Bildergalerie oben können Sie einen ersten Blick in die neue Filiale werfen.

 

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