Bilanz des Bayern-Trainers Kahn über Guardiola: "Er hat großen Anteil am WM-Titel"

Oliver Kahn spricht über die Amtszeit von Pep Guardiola. Foto: dpa

Ex-Bayern-Spieler Oliver Kahn hat Pep Guardiola für dessen Einfluss auf die Bundesliga und das DFB-Team gelobt. Doch die Spielvorbereitung des Katalanen missfällt dem einstigen Welttorhüter.

 

München - Bayern-Trainer Pep Guardiola habe mit seiner Spielweise nicht nur die Bundesliga bereichert, sondern auch der Nationalmannschaft weitergeholfen, sagte Oliver Kahn bei "kicker.tv - Der Talk" auf Eurosport. "Er hat auch Anteil daran, dass wir Weltmeister sind", sagte der langjährige Nationaltorhüter

Guardiola, der den FC Bayern am Saisonende nach drei Jahren verlassen und zu Manchester City wechseln wird, habe "die Spielintelligenz seiner Spieler weiterentwickelt", sagte Kahn: "Ich hätte auch nie gedacht, dass ein Philipp Lahm mal im Mittelfeld spielen kann."

Guardiola "ein bisschen ängstlich"

Der ehemalige Bayern-Keeper äußerte aber auch Kritik am Bayern-Trainer. "Er ist von seinem Habitus, von seinem Typ her schon ein bisschen ängstlich", meinte der 46-Jährige und machte dies an Guardiolas Aussagen auf die Fragen nach dem Triple fest. Es scheine, als ob Guardiola glaube, dass nur das Triple ein angemessener Verdienst für seine Bayern-Zeit sei, meinte Kahn.

Außerdem sieht Kahn die Akribie von Guardiola in der Spielvorbereitung nicht nur als Stärke. "Peps Akribie führt manchmal zu Blindheit". Dennoch habe die Detailversessenheit des Katalanen auch positive Züge. So sei die erste Halbzeit im Achtelfinal-Hinspiel gegen Juventus Turin "das beste Fußballspiel, das ich von einer Mannschaft des FC Bayern seit Jahren gesehen habe", gewesen.

 

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