Bilanz des Bayern-Stars Deshalb ist Lewy von seinen Kollegen "enttäuscht"

Robert Lewandowski kam 2014 von Borussia Dortmund zum FC Bayern - sein aktueller Vertrag läuft bis 2021. Foto: dpa

Bayern-Stürmer Robert Lewandowski hat in einem Interview mit einer polnischen Boulevardzeitung seine ganz persönliche Saisonbilanz gezogen. Zwei Geschichten hakt er dabei nicht einfach so ab.

München - Grundsätzlich bewertet er die gerade abgelaufene Spielzeit als "gut", obwohl der erfolgsverwöhnte deutsche Rekordmeister FC Bayern ja nur einen Titel geholt hat. Robert Lewandowski könnte ja auch ganz zufrieden sein. Schließlich wurde der 28-Jährige als "Spieler der Saison" ausgezeichnet und ins Top-Team der Champions-League-Spielzeit gewählt.

Könnte. Das bittere Ausscheiden in der Königsklasse gegen Real Madrid beschäftigt den polnischen Nationalspieler immer noch. "Wir hätten im Halbfinale stehen können, aber wir sind aufgrund der Fehler der Schiedsrichter ausgeschieden. Obwohl ich im ersten Spiel gar nicht gespielt habe und im Rückspiel mit einer Verletzung, hätten wir Real schlagen können. Aber die Umstände haben es nicht zugelassen", erklärte er der polnischen Boulevardzeitung Super Express.

Dass er im Anschluss an das dramatische 2:4 n.V. im Rückspiel gemeinsam mit Thiago und Arturo Vidal im Kabinentrakt auf das Schiedsrichtergespann um Viktor Kassai losgegangen sein soll, bestreitet er: "Es gab keine Beleidigungen. Viele Spieler haben gefragt, warum er so und nicht anders gepfiffen hat. Es war einfach unbegreiflich, seine Fehler haben sich gehäuft."

Eines nervt ihn aber noch mehr als das Scheitern in der Champions League: Am letzten Spieltag vermisste der Angreifer die Unterstützung seiner Teamkollegen - im Ringen um die Torjägerkanone. Die schnappte ihm auf der Zielgeraden nämlich Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund weg - weil er einen Treffer mehr erzielt hatte (31 gegenüber 30 von Lewy).

Beim 4:1-Heimsieg am 34. Spieltag gegen den SC Freiburg ging Lewandowski leer aus, Arjen Robben, Arturo Vidal, Franck Ribéry und Joshua Kimmich trafen. Er sei nicht wirklich zufrieden damit war, wie sein Team ihm geholfen habe: "Ich war verärgert, ich war enttäuscht über die Einstellung des Teams."

 

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