Bevölkerungsumfrage Bayern meinen: Dahoam ist's immer noch am besten

Die Bayern lieben das Leben im Freistaat. Foto: dpa

Viele Bayern glauben, dass es im Freistaat wirtschaftlich besser läuft als anderswo - wer aber nicht ganz zufrieden ist.

 

München - Die Wirtschaft in Bayern boomt seit langem – und das hat auch Auswirkungen auf die Menschen im Freistaat.

Sie beurteilen die gegenwärtige Wirtschaftslage und die Aussichten besser, als dies in anderen Bundesländern der Fall ist.

Das geht aus einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage der GMS Jung GmbH im Auftrag des Verbands der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (vbm) hervor.

Nach der Wirtschaftslage im Vergleich zu anderen Bundesländern befragt, zeigen sich 48 Prozent der Bayern überzeugt, dass es wirtschaftlich im Freistaat besser laufe als anderswo in Deutschland.

Auch in anderen Bundesländern ist man von der Wirtschaftskraft des eigenen Landes durchaus überzeugt, im Schnitt aber nur zu 40 Prozent.

Befragt wurden im vergangenen März etwas mehr als 2000 Personen in Deutschland. 62 Prozent schätzen die Wirtschaftslage in der Bundesrepublik dabei als "sehr gut" oder "gut" ein – ein Plus von sieben Prozentpunkten seit der letzten derartigen Erhebung im Oktober des vergangenen Jahres.

"Beste Sozialpolitik ist eine dauerhaft gute Wirtschaftspolitik"

Nur sieben Prozent sind der Ansicht, die Lage sei "eher schlecht" oder "sehr schlecht" (im Oktober 2016 13 Prozent). "Die gute Situation spüren die Menschen in ganz Deutschland", erklärte vbm-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt gestern in München.

Für Bayern gilt das offenbar in besonderem Maße. 30 Prozent der Bürger im Freistaat gehen davon aus, dass es wirtschaftlich weiter aufwärtsgeht, 53 Prozent erwarten, dass es so bleibt, wie es ist und nur 15 Prozent erwarten eine Verschlechterung.

Bundesweit erwarten 26 Prozent eine Verbesserung, 55 Prozent keine Änderung und 16 Prozent eine Entwicklung zum Negativen.

Für den Arbeitgeberverband sind die Zahlen eine Aufforderung, mit Blick auf die Bundestagswahl im September einen "Verteilungswettkampf sozialer Wohltaten" zu verhindern. "Die beste Sozialpolitik ist eine dauerhaft gute Wirtschaftspolitik", meint Brossardt.

Ein neues Problem auftun könnte sich für Bayerns Wirtschaft in Kürze, wenn die Franzosen ihren Präsidenten wählen. "Frankreich ist unser wichtigster europäischer Partner", sagt Brossardt. Er betont die engen Beziehungen zu dem Land. Nach dem Brexit sei der deutsch-französische Zusammenhalt noch wichtiger: "Unsere Zukunft liegt in einer starken Europäischen Union mit einem eng verwobenen Binnenmarkt", sagt der vbw-Chef.

Bayern exportierte 2016 Autos, Maschinen und andere Waren für 12,6 Milliarden Euro nach Frankreich. Damit ist Frankreich der fünftgrößte Exportmarkt der Unternehmen im Freistaat. Umgekehrt importierte Bayern für 6,5 Milliarden Euro Fahrzeuge, Maschinen, chemische Erzeugnisse, Nahrungsmittel und andere Güter aus Frankreich.

 
 

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