Bettenhaus-Abriss Klinikum Großhadern: Neubau! Sanierung vom Tisch

Der markante "Toaster": Das Klinikum Großhadern wird neu gebaut. Foto: Mike Schmalz

Jetzt ist die Sanierung vom Tisch, das Klinikum Großhadern mit seinem markanten Bettenhaus wird abgerissen und neu gebaut. "Heute wurden die Weichen gestellt", sagt Wissenschaftsminister Spaenle.

 

München - Sanieren oder neu bauen? So lautete bis zuletzt die Frage, die um das Klinikum Großhadern kreiste. Vor allem beim markanten aber teils maroden Bettenhaus aus den 70er Jahren besteht Handlungsbedarf. Jetzt ist die Entscheidung gefallen, wie aus einer Sitzung mit Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle hervorgeht: Grünes Licht für den Neubau. Die Gesamtkosten einer Neubaulösungsind wohl nicht höher als die Kosten für eine Sanierung. Heißt: Nicht nur das Bettenhaus wird abgerissen!

Lesen Sie hier die Pressemitteilung:

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle berichtete in der heutigen Kabinettssitzung über den Stand der Masterplanung für den Standort Großhadern des Klinikums der Universität München. "Die Münchner Universitätsmedizin genießt in Forschung, Lehre und Krankenversor- gung einen hervorragenden Ruf. Nach über 40 Betriebsjahren ist der Altbestand des Klinikums am Standort Großhadern allerdings stark sanierungsbedürftig. Deshalb haben wir heute die Weichen für eine zu-kunftsfähige Neugestaltung gestellt", erklärte Spaenle.

Die Bayerische Staatsregierung hat grünes Licht für die Planung einer Neubaulösung am Standort Großhadern gegeben, bei der der Altbestand des Klinikums sukzessive durch neue Gebäude ersetzt werden soll. Wissenschaftsminister Spaenle: "Ziel ist es, für Krankenversorgung, Forschung und Lehre in den nächsten 10 bis 20 Jahren flexible bauliche Strukturen zu schaffen, die es dem Klinikum ermöglichen, eine moderne patientenorientierte Zentrumsstruktur zu etablieren und auch in Zukunft neue Entwicklungen in der Medizin rasch umsetzen zu können."

Eine besondere Herausforderung sei die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs während der Baumaßnahmen. Spaenle: "Mit einer Neubaulösung werden die Belastungen für Patienten, Mitarbeiter und Studierende so gering wie möglich gehalten. Die Bauzeit für einen Neubau ist im Vergleich zu einer Sanierung deutlich kürzer." Gleichzeitig fallen die Gesamtkosten einer Neubaulösung nicht höher aus als die Kosten für eine Sanierung.

In einem ersten Schritt sollen nun die Planungen für den ersten Bauabschnitt beginnen. Für das Gesamtkonzept soll ein Realisierungswettbewerb durchgeführt werden, um strukturell, medizinisch, aber auch städtebaulich und gestalterisch eine optimale Lösung zu finden.

 

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