Betrug Benz versprochen - Rentner abgezockt

Versprochen war dem Ansbacher Rentner ein nagelneuer Benz. Bekommen hat er nach dem Transfer eines vierstelligen Betrages - nichts. Foto: dpa

ANSBACH Und wieder fiel ein argloser Rentner auf dreiste Betrüger herein.

Am Freitagmittag klingelte bei einem 79-jährigen Ansbacher das Telefon: Der Anrufer behauptete, er habe bei einem Preisausschreiben einen hochwertigen Pkw der Marke Mercedes im Wert von über 70.000 Euro gewonnen. Um den Gewinn einzulösen, müsse
er Überführungskosten in Höhe von mehreren hundert Euro per
Bargeldtransfer nach Istanbul überweisen.

 

Dem kam der Senior nach und erhielt am Montag erneut einen Anruf. Hier
gab sich nun eine Frau als Mitarbeiterin eines deutschen Zollamtes
aus. Sie erklärte dem Mann, dass er Zollgebühren in Höhe von
knapp 1.000 Euro entrichten müsse, um den Wagen zu erhalten. Der Senior überwies diesen Betrag wiederum per Bargeldtransfer nach
Istanbul.

Die Polizei warnt: Senioren werden ganz gezielt kontaktiert

Erst später bemerkte er, dass er auf Betrüger hereingefallen war und erstattete Anzeige bei der Polizeiinspektion
Ansbach.

Die Polizei warnt nochmals nachdrücklich vor dieser fiesen Masche zum
Nachteil älterer Mitbürger. Senioren werden hier ganz gezielt
kontaktiert, um ihnen hohe Gewinne in Aussicht zu stellen. Dies dient
in diesen Fällen nur dazu, um dann unter einem Vorwand Bargeld zu
fordern. Durch die spezielle Art des Geldtransfers ist eine
Rückbuchung nicht mehr möglich. Die mittelfränkische Polizei rät
erneut, bei solchen Anrufen keinesfalls Geldforderungen zu erfüllen
und stattdessen den Sachverhalt der Polizei zu melden.
 

 

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