Betrüger vor Gericht Notorischer Betrüger (25) erschleicht Millionen-Villa

Notorischer Betrüger: Vor Gericht gestand Florian T. (25). Foto: jot

Ein 25-jähriger Betrüger hätte es fast geschafft, ohne Geld eine Drei-Millionen-Villa in Grünwald zu kaufen. Doch bevor er einziehen konnte, flog der Schwindel auf. Vor Gericht gesteht er 23 weitere Fälle des Betrugs.

 

München – Eine Drei-Millionen-Villa in Grünwald zu kaufen ohne einen Cent in der Tasche zu haben – dieses Kunststück versuchte ein 25-jähriger Münchner im August 2014. Vor dem Einzug flog der Schwindel auf. Der Transportunternehmer ist wegen dieser und 23 weiterer Betrügereien vor dem Landgericht angeklagt.

Vor Gericht gab der geständige Betrüger als Motiv an, dass er seiner Umgebung das Bild eines erfolgreichen Mannes vermitteln wollte. Bei dem Kauf der Villa soll er sogar selber geglaubt haben, dass ihm durch einen großen Auftrag oder auf anderem Weg das notwendige Kapital noch zukommen würde, um das Haus tatsächlich zu bezahlen. Ein Irrglaube.

In der Zwischenzeit versuchte er den Makler mit gefälschten Kontoauszügen zu täuschen. Auf einer der Fälschungen war angeblich dokumentiert, dass 20 000 Euro Reservierungsgebühr für die Villa bezahlt wurden. Eine zweite Fälschung sollte vortäuschen, dass der 25-Jährige ein Konto mit 2,1 Millionen Euro Guthaben besitze.

Ein Zeuge und Autoverkäufer berichte, dass Florian T. (Name geändert) sehr bestimmt und seriös auftrat. Auch er ließ sich täuschen, händigte dem Angeklagten einen 38 000 Euro teures Chrysler Voyager aus. Wieder benutzte Florian T. einen gefälschten Kontoauszug, um seine Solvenz vorzutäuschen. Der Prozess wird fortgesetzt.

 

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