In der Kaufingerstraße Zara geht, Görtz kommt

Bisher fester Bestandteil der Fußgängerzone in München: Die Zara-Filiale in der Kaufingerstraße. Foto: imago/Ralph Peters

Schuhe folgen auf Klamotten: Was die Hamburger Kette am Stachus plant.

 

München - Zwischen Hunkemöller und der Parfümerie Douglas war Zara ein fester Bestandteil in der Kaufingerstraße. Doch nun zieht das Hamburger Schuhhandelsunternehmen Görtz ab Mai 2018 ein und das spanische Textilunternehmen aus. Für Görtz ist es eine weitreichende Entscheidung: "Wir werden auf einer Gesamtfläche von 2.500 Quadratmetern unseren drittgrößten Flagship-Store eröffnen", teilen die Hamburger mit.

Laut Vertriebsleiter Frank Revermann sei dies ein "Meilenstein" und "ein klares Statement". Die gute Lage, eine überdurchschnittliche Kaufkraft und letztlich die Absicht, Görtz im süddeutschen Raum so bekannt zu machen wie im Norden, waren einige Gründe des Ausbaus des Filialnetzes.

Görtz-Filiale in der Bayerstraße rentiert sich nicht

Die Plakate im Schaufenster verraten es: die Görtz-Filiale in der Mathäser-Passage in der Bayerstraße wird es dagegen nicht mehr lange geben. Genauer gesagt, bis zum 20. März. "Der Standort hat sich nachteilig entwickelt", erklärt Sprecherin Christina Ziegfeld. Ganz unabhängig davon plant die Hamburger Schuh-Kette nun also Großes in der Fußgängerzone. Für den Laden an der Bayerstraße ist derweil noch kein Nachmieter gefunden, bestätigt Erich Roles von der zuständigen Immobilienverwaltung Apleona. 15.215 Euro kalt müsste man monatlich an Miete für die 180 qm Ladenfläche berappen. Inklusive Nebenkosten kommt man auf gut 20.000 Euro, so Roles. Als Neu-Mieter denkbar wäre ein Textilgeschäft, aber auch eine Bank oder Apotheke, so Roles. Nicht erwünscht sind Spielhallen, Wettbüros oder jede Art von Gastronomie.

Schließung der Zara-Filiale bleibt undurchsichtig

Die Schließung der ältesten Zara Filiale in München bleibt derweil undurchsichtig, laut der Gewerkschaft Verdi läuft der Vertrag noch bis 2025.

Im Gespräch mit der AZ stellte ein Verdi-Sprecher damals im Oktober klar, dass es Zara der Gewerkschaft zufolge um eine "attraktive Weiter- oder Untervermietungsmöglichkeit" der Immobilie gehe. Eine Zara-Sprecherin versicherte auf Anfrage, dass man sich der Verantwortung gegenüber den Mitarbeiter bewusst sei und den rund 100 Mitarbeitern eine Weiterbeschäftigung in einer der fünf weiteren Filialen in München sicher sei.

Dies sei bereits im Oktober intern bekanntgegeben worden. München bleibe nach wie vor ein wichtiger Standort für Zara, so die Konzernsprecherin weiter.

 

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