Betäubte Opfer mit "Quaaludes" Bill Cosbys 1000-Seiten-Verhör veröffentlicht

Bill Cosby Foto: BangShowbiz

Bill Cosby wird von mehreren Frauen des Missbrauchs bezichtigt und erscheint immer unglaubwürdiger. Nun wurde ein zehn Jahre altes Protokoll komplett veröffentlicht, das ihn vernichten könnte.

 

Los Angeles - Bill Cosby hat schon vor zehn Jahren den Missbrauch an Frauen gestanden.

Journalisten der amerikanischen 'New York Times' haben sich nun durch das fast tausendseitige Dokument gewühlt, das merkwürdigerweise jetzt erst ans Tageslicht kam. Darin schilderte Cosby, wie er einer der Frauen Beruhigungsmittel verabreichte und dass es in dieser Beziehung nie um Liebe gegangen sei.

Zuvor schon waren Auszüge des Protokolls veröffentlicht worden, in dem es hauptsächlich um die Vorwürfe der Universitätsmitarbeiterin Andrea Constand ging. Der Star hatte angegeben, er sei ihr Mentor gewesen und hätte sie zu sich nach Hause geladen, um "über ihre persönliche" Situation zu sprechen. In diesem Zuge habe er ihr Benadryl verabreicht, danach kam es zum sexuellen Kontakt. Mit einer kruden Begründung hat der Schauspieler nach eigenen Aussagen noch versucht, ihre Mutter von einer einvernehmlichen Sache zu überzeugen und er bezeichnete sein Opfer als Lügnerin.

Cosby beäubte Frauen mit "Quaaludes"


In dem Verhör sprach er auch über ein sexuelles Verhältnis, dass er per Schweigegeld unter Verschluss gehalten hatte. Auch sprach er offen darüber, wie er den Frauen das Beruhigungsmittel 'Quaaludes' "so wie einen Drink" verabreichte, allerdings hätten diese davon gewusst. Auf die Frage, ob eine der Frauen in einem konkreten Fall wirklich Sex mit ihm haben wollte, antwortete er: "Ich weiß es nicht."#

Über die letzten Monate hatten über 20 Frauen Cosby sexuellen Missbrauch vorgeworfen. Allerdings liegen die meisten Fälle wohl Jahrzehnte zurück und sind daher schon verjährt. Der Star bestritt die Vorwürfe stets in der Öffentlichkeit. Zuletzt hatte sich aber auch seine langjährige Unterstützerin Whoopi Goldberg von ihm abgewandt. Selbst US-Präsident Barack Obama schaltete sich in die Diskussion ein.

 

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