Besitzer will Einsatz nicht Zahlen Fall der erschossenen "Bavaria"-Kuh vor Gericht

Tierschützer gedachten der erschossenen Kuh damals mit Blumen, Kerzen und einer mahnenden Botschaft. Foto: dpa

Im September 2014 reißt eine Kuh vom Schlachthofgelände aus und wird nach einer wilden Verfolgungsjagd an der Theresienwiese von der Polizei erschossen. Jetzt beschäftigt der Fall das Verwaltungsgericht.

 

München – Der Fall machte Schlagzeilen. Tierschützer tauften sie "Bavaria", legten sogar Blumen und Kuscheltiere nieder, nachdem sie am Fuße der bronzenen Landesmutter von einem Polizisten erschossen worden war. Die Rede ist von der wildgewordenen Kuh, die Anfang September 2014 aus dem Münchner Schlachthof ausgebrach und auf ihrer Flucht durch die Stadt eine Joggerin verletzt hatte. "Wir hatten keine Wahl, als das Tier zu erschießen. Wir konnten nicht riskieren, dass ein weiterer Mensch verletzt wird", sagte damals ein Polizeisprecher.

Der Streit um die Kosten für den Polizeieinsatz um das entlaufene Rindvieh landete jetzt vor dem Münchner Verwaltungsgericht. Denn der Eigentümer der Kuh, der sie zum Schlachthof gebracht hatte, ficht einen Kostenbescheid der Polizei in Höhe von etwa 500 Euro an.

Die flüchtige Kuh war damals regelrecht Amok gelaufen, nahm eine damals 28 Jahre alte Joggerin auf die Hörner und konnte von einer weiteren Attacke nur abgehalten werden, weil sich ihr ein Streifenwagen in den Weg stellte. Das etwa 550 Kilogramm schwere Tier rammte daraufhin das Polizeiauto. Die Beamten trieben die wild gewordene Kuh auf die Theresienwiese, wo bereits die Zelte für das Oktoberfest standen. Dort zückten sie ihre Dienstwaffen und töteten das Tier mit zwei Schüssen.

Auf der Wiesn waren die Arbeiten für das Oktoberfest im Endspurt, als das Tier dort sein gewaltsames Ende fand. Foto: Günther Rehm

 

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