Berlinale: "Black Coal, Thin Ice" Mord auf Schlittschuhen

Die Schauspieler Fan Liao (li.) und Lun Mei Gwei in "Black Coal, Thin Ice". Foto: Berlinale/dpa

Diao Yinans Krimi "Black Coal, Thin Ice" mangelt es nicht an schrägen Einfällen, letztlich hat der Film aber keinen Drive

Inhalt: Ein Mord hält die Polizei in der nördlichen Provinz Chinas in Atem. In Kohlekraftwerken werden verschiedene Leichenteile gefunden, auch einen potentiellen Täter hat die Polizei bald im Visier. Doch bei der Fahndung werden zwei Beamte erschossen, der Fall nie aufgeklärt. Der überlebende Polizist Zhang (Liao Fan) hängt daraufhin seinen Job an den Nagel. Doch als fünf Jahre später ein ähnlicher Mord geschieht, verbeißt sich Zhang wieder in den Fall und verguckt sich dabei ausgerechnet in die Verdächtige Wu Zhizhen (Gwei Lun Mei).

Kritik: Morde mit Schlittschuhen, Sex im Riesenrad und ein knalliger Schluss mit Silvesterfeuerwerk – Diao Yinans Krimi mangelt es nicht an skurril-morbiden Einfällen, wohl aber an Tempo und faszinierenden Charakteren. Der Cop muss wieder ein einsamer Wolf sein, der natürlich noch am Mord an seinen Kollegen knabbert, und sich dann auch noch in die  Femme Fatale verknallt. So kommt der Detektivfilm trotz charmanter Film-Noir-Anspielungen und einer symbolträchtigen Lichtsetzung auch dank mangelnder Spannungsmomente nicht richtig von der Stelle.

 

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