Berkay Dabanli Lieber Bildung als Eintracht

Seit Januar gehört Berkay Dabanli (M.) zum Kader des FCN. Im Spiel gegen Gladbach durfte er die ersten zwei Bundesligaminuten seiner Karriere absolvieren. Foto: Christian Lehnhart

Im Januar wechselte der gebürtige Frankfurter von Kayserispor zum 1. FC Nürnberg. Im Interview mit fcn.de verrät der Verteidiger, warum er nicht mehr in der Türkei spielen wollte und weshalb er nie zur Eintracht ging.

 

Nürnberg - Abseits des Platzes wirkt Nürnbergs Neuzugang Berkay Dabanli ruhig, fast schon schüchtern. Aber sobald es aufs Grün geht, merkt man dem 22-jährigen Verteidiger sein südländisches Blut an. Kein Ball wird verloren gegeben, im Training geht er jeden Zweikampf mit Aggressivität an.

Eine Tugend, die den 1,90-Meter-Mann von der Jugendabteilung des FSV Frankfurt über die Amateure von Bayer Leverkusen bis in die Türkei zu Kayserispor brachte, wo er in der Hinserie auf immerhin acht Spiele in der Süper Lig kam. Aber nach anderthalb Jahren folgte im Januar der Wechsel nach Nürnberg. Im Gespräch mit fcn.de erklärt Dabanli: "Menschlich bin ich dort sicher sehr gereift. Fußballerisch habe ich auch den einen oder anderen Schritt nach vorne gemacht. Das große Manko war aber, dass ich dort so weit von meiner Familie und den Freunden weg war." 

Und noch ein Geheimnis verrät der Deutsch-Türke. Dass er statt bei der großen Eintracht lieber beim kleineren Frankurter Konkurrenten FSV das Kicken erlernte, hatte nachvollziehbare Gründe. "In der Jugend hatte ich schon mal ein Angebot von der Eintracht.  Meine Eltern haben aber immer sehr auf die schulischen Leistungen geachtet", so Dabanli. "Es war ihnen wichtig, dass ich mein Abitur mache. Deshalb wollten sie auch nicht, dass ich zu einem größeren Verein wechsle, weil darunter vielleicht die schulische Ausbildung gelitten hätte. Ich habe das verstanden, denn nur durch die Schule erhält man einen gewissen Bildungsgrad. Ich finde, das ist unbezahlbar und mir auch sehr wichtig."

 

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