Beratungsstelle für Eltern Hier gibt's Plätze für die Kinderbetreuung

Eröffnen die neue Elternberatungsstelle: Bürgermeisterin Christine Strobl und Stadtschulrat Rainer Schweppe. Foto: Daniel von Loeper

Und nicht nur die: Bei einer neuen zentralen Beratungsstelle der Stadt können sich Eltern einen Betreuungsplatz für ihr Kind vermitteln lassen – von der Krippe bis zur Ganztagsschule

 

München - Mit jeder Absage kommt jetzt ein Angebot. „Sie haben keinen Betreuungsplatz für Ihr Kind“, steht in oranger Schrift auf dem Zettel, und: „Rufen Sie uns an.“ Denn wer in München keinen Betreuungsplatz findet, für den wird einer gefunden.

Das will die Stadt mit ihrer neuen Kita-Elternberatungsstelle in der Bayerstraße 28 schaffen. Die Einrichtung gibt es schon länger, bisher hieß sie „Kita-Servicestelle U3“. Jetzt wird dort aber nicht mehr nur Eltern von Kindern unter drei Jahren geholfen. Die neue Beratungsstelle vermittelt nun alle Arten von Kinderbetreuung: Krippen, Tagesstätten, Tagesmütter, Spielgruppen, Kindergärten, Horte, Ganztagsschulen, Eltern-Kind-Initiativen, Mittagsbetreuung oder auch Großtagespflege.

Die Beratungsstelle bietet einen Überblick über freie Plätze in allen Einrichtungsarten. Auch freigemeinnützige und private Träger können ihre Plätze melden. Im Gespräch mit den Eltern wird dann geklärt, welcher Platz für ihr Kind passen würde.

„Wir wollen Plätze und Eltern zusammenbringen“, sagt Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) zur Eröffnung der neuen Elternberatungsstelle. Sie ist zuversichtlich, dass das klappt: „Der Erfolg der bisherigen Beratungen zeigt, dass das Angebot von den Familien angenommen wird.“

Im vergangenen Jahr habe es in der Servicestelle 10600 Beratungen gegeben, 1300 Plätze seien dabei vermittelt worden. Jetzt sollen es noch mehr werden. Für die Beratungen kann man einen Gesprächstermin vor Ort vereinbaren oder auch telefonisch (unter der Nummer 23396771)  sowie per E-Mail (an kita-eltern(at)muenchen.de) anfragen. Das Team berät in fünf Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Türkisch.

Damit auch jeder mitkriegt, dass die Beratungsstelle ihr Angebot erweitert hat, wird an Eltern, die eine Absage für einen Betreuungsplatz bekommen haben, ein Infozettel verschickt.

Denn eine Lösung lasse sich ziemlich sicher finden, sagt Stadtschulrat Rainer Schweppe: „Wir haben in München einen Wahnsinns-Ausbau bei den Betreuungsplätzen hingelegt und werden damit auch weitermachen.“

In den letzten fünf Jahren seien 20500 Plätze in Krippen, Kindergärten, Horten und Tagesheimen entstanden. Mittlerweile gebe es statistisch für rund 60 Prozent aller Kinder mit Anspruch auf Betreuung auch einen Platz.

 

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