Benzema und Rodriguez zum FC Bayern? Zwei Real-Stars auf Ancelottis Wunschliste

Will Ancelotti diese beiden Real-Stars nach München holen? Foto: dpa

Der kommende Trainer Ancelotti soll Bayern-Boss Rummenigge die Verpflichtung der Real-Stars Rodriguez und Benzema empfohlen haben. Was Götze und Lewandowski damit zu tun haben.

 

München - Ob Carlo Ancelotti am vergangenen Mittwoch auch seine geliebten Tortellini gereicht wurden, ist nicht bekannt. Doch es gab ja genügend andere Köstlichkeiten für den neuen Trainer des FC Bayern zur Auswahl, als er sich mit Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge im Restaurant „Käfer“ zum Abendessen traf. Zuvor hatten sich die beiden bereits im Hotel „Vier Jahreszeiten“ ausgetauscht, auch um eine Wohnung soll sich „Carletto“, wie der 56-Jährige genannt wird, bei seinem Besuch in München gekümmert haben.

Neben all den Delikatessen und privaten Dingen, die Ancelotti zu erledigen hatte, soll es zwischen dem italienischen Coach und Rummenigge zu einem ersten Planungsgespräch für die kommende Saison gekommen sein. Das meldet die spanische Sportzeitung „Sport“.

Demnach habe Ancelotti Rummenigge zwischen Hummerschaumsuppe und Fichtenwipfel-Savarin auch gleich zwei Schmankerl aus seiner Zeit bei Real Madrid empfohlen. Konkret soll es um die beiden Superstars James Rodriguez und Karim Benzema gegangen sein.

Rodriguez, 24-jähriger Kolumbianer, der 2014 Torschützenkönig der WM wurde und anschließend für 80 Millionen Euro vom AS Monaco zu Real wechselte, fühlt sich laut „Sport“ nicht wohl in Madrid, die Königlichen indes sollen mit Rodriguez’ Privatleben nicht einverstanden sein. Allerdings: Unter dem neuen Trainer Zinedine Zidane agiert der offensive Mittelfeldspieler bislang sehr auffällig, am Samstag beim 4:2-Sieg gegen Athletic Bilbao erzielte Rodriguez ein wunderschönes Tor zum zwischenzeitlichen 2:1.

Der Kolumbianer soll in seinem bis 2020 laufenden Vertrag eine festgeschriebene Ablösesumme von 80 Millionen Euro fixiert haben, angeblich ist Real aber bereit, Rodriguez schon für eine geringere Ablöse ziehen zu lassen. Für die Bayern wäre diese Summe zu stemmen, vor allem dann, wenn im Gegenzug Mario Götze den Verein verlassen sollte.

Der Weltmeister wartet noch immer auf ein Signal von Ancelotti, ob der Trainer mit ihm plant oder nicht. Ex-Bayern-Torhüter Oliver Kahn sieht indes eher Götze in der Pflicht, seine Position zu verbessern. „Er muss sich entscheiden, ob er die nächste Stufe erreichen möchte, oder ob es ihm reicht, das entscheidende Tor bei der Weltmeisterschaft in Brasilien geschossen zu haben“, sagte Kahn der „Bild am Sonntag“.

Götze müsse sich „die Frage stellen, ob er bei Bayern eine tragende Rolle übernehmen will, oder eine Art Mitläufer sein möchte.“ Fakt ist: Im Sommer könnten die Bayern zum letzten Mal eine hohe Ablöse für Götze kassieren, weil dessen Vertrag 2017 ausläuft.

Auch im Fall Benzema dürfte die Wahrscheinlichkeit eines Wechsels davon abhängen, wie ein anderer Star des FC Bayern seine Zukunft plant: Robert Lewandowski. Die Berater des Polen flirten seit Monaten mit Real, Lewandowski selbst soll einen Wechsel nicht komplett ablehnen. „Es ist keine einfache Situation für mich, deshalb möchte ich lieber nichts sagen“, wurde er zuletzt in der spanischen Zeitung „As“ zitiert.

Um die 100 Millionen Euro Ablöse soll Lewandowski kosten, bei einem Tausch gegen Benzema, der aktuell wegen der Sextape-Affäre negativ in den Schlagzeilen steht, würden die Bayern sicher noch ein Plus machen. Das wäre auch bei einem Verkauf von Franck Ribéry möglich. Dem Franzosen soll ein Millionen-Angebot aus der aufstrebenden chinesischen Liga vorliegen. Bislang habe der 32-Jährige die Offerte allerdings ignoriert.

 

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