Benjamin Pavard Frankreich-Talent: Von der WM zum FC Bayern - oder weiter?

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Die Mannschaft
Stuttgarts Abwehrjuwel, WM-Spieler für Frankreich - und vom FC Bayern gejagt? Foto: firo/Augenklick

Benjamin Pavard hat sich durch eine starke Leistung beim VfB Stuttgart in den Kader der französischen Nationalmannschaft gespielt. Das weckt wohl auch das Interesse des FC Bayern. Doch die WM könnte zum Verhängnis werden. 

München/Stuttgart - Von einem Riesensprung kann schon gar nicht mehr die Rede sein. Es ist viel mehr ein Flug, ein Höhenflug, den Benjamin Pavard seit vergangenem Jahr erlebt. Beim VfB Stuttgart entwickelte er sich nicht nur zum Stammspieler, sondern gleichzeitig zu einem der besten Innenverteidiger in der Bundesliga. Und Ausnahme-Abwehrspieler gibt es in der höchsten deutschen Spielklasse nun auch nicht wie am Fließband. 

Er ist einer von vier Spielern, die 3.060 Minuten - alle 34 Spiele - inklusive Nachspielzeit - in der Bundesliga-Saison 2017/18 auf dem Platz standen. 

Dass Pavard "nur" Innenverteidiger kann, wäre wohl zu einfach ausgedrückt. Bei den Schwaben kam er auch schon auf der rechten Abwehrseite, im defensiven Mittelfeld und auf der rechten Mittelfeldseite zum Einsatz. Das machte dann sogar Didier Deschamps, den französischen Nationaltrainer, aufmerksam. 

Pavard im Visier des FC Bayern?

Im November vergangenen Jahres kam er im Länderspiel gegen Wales zu seinem ersten Spiel für die "Équipe Tricolore", zwei weitere folgten. Das reichte Deschamps offensichtlich, um ihn in den 23-Mann-Kader - das endgültige Aufgebot - für die Weltmeisterschaft zu berufen. 

Der junge Franzose wäre nicht der Erste, der ein großes Turnier als Sprungbrett nutzt, um bei einem Topklub unterzukommen. Doch es scheint, als habe Pavard das gar nicht mehr nötig. Schon jetzt wird er kräftig umworben - etwa vom deutschen Rekordmeister? Der FC Bayern hat laut Informationen von "Le10sport" längst ein Auge auf den 22-Jährigen geworfen. Auch Tottenham Hotspur hat angeblich großes Interesse an Abwehrmann. 

Pavards Wunsch von der Champions League

Der VfB Stuttgart weiß um die Bedeutung und die Transferwahrscheinlichkeit seines Talentes: "Ben­ja­min Pa­vard ist ein­deu­tig auf dem Weg vom Aus­nah­me­ta­lent zum in­ter­na­tio­na­len Topspie­ler. Wir sind dabei aktuell der idea­le Klub für ihn - und das fühlt er auch. Wenn dann in der Zu­kunft ein­mal ein Klub der europäischen Top 10 ech­tes In­ter­es­se an einer Ver­pflich­tung hat, wer­den wir uns se­ri­ös zusammensetzen. Das wissen Ben­ja­min und sein Be­ra­ter", sagte Sportvorstand Michael Reschke kürzlich der "Bild". 

Beim FC Bayern könnte Pavard sowohl als Innen-, als auch als Außenverteidiger spielen. Und somit Joshua Kimmich und David Alaba entlasten. Der Innenverteidiger selbst gab kürzlich in der "Sport Bild" zu: "Ich mache kein Geheimnis daraus, dass es mein Ziel ist, irgendwann in der Champions League zu spielen."

Pavards Wechsel ist eine Geldfrage

Punkt für die Bayern. Sie müsste allerdings eine Menge Geld in die Hand nehmen. Reschke kündigte bereits an, bei einem Angebot unter 30 Millionen Euro "nicht mal die Tür aufzumachen." 

Will der FC Bayern den Transfer tatsächlich einfädeln, könnte die Weltmeisterschaft allerdings zum Verhängnis werden. Denn: Die Barriere von 30 Millionen Euro könnte deutlich ansteigen, wenn Benjamin Pavard bei der WM überzeugt. Tottenham oder auch ein anderer spanischer oder englischer Topklub könnten dann reizvoller sein - und würden womöglich ein höheres Angebot abgeben für den Stuttgarter Dauerbrenner. 

 


Fannah, kritisch, kompetent - die-mannschaft.blog ist der Experten-Blog zur DFB-Elf. Aktuell haben sich die "Fußballverückten" aus München ganz der WM 2018 verschrieben. Mit dabei: Victoria Kunzmann und Patrick Mayer, die als Freie Autoren auch für die AZ München schreiben.

 

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