Benefizspiel statt Nationalelf FC Bayern reist mit Neuer nach Offenbach

Manuel Neuer (rechts) und Javi Martínez sind beim Benefizkick des FC Bayern in Offenbach dabei. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge erhält zu Kickers Offenbach eine besondere biografische Verbindung. Er bestritt 1974 sein erstes Bundesligaspiel für den FC Bayern bei den Kickers - und verlor in Frankfurt mit 0:6.

 

München - Benefizkick statt WM-Qualifikation, Offenbach statt Prag: Nach der Vorsichtsmaßnahme von Bundestrainer Joachim Löw wird Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer am Mittwoch (18 Uhr, Sport1) mit dem FC Bayern zum "Retterspiel" bei den Kickers Offenbach antreten.

Dies teilte der deutsche Rekordmeister am Dienstag mit. Löw wollte nach Neuers Fußbruch kein Risiko eingehen und verzichtete für die angehenden Qualifikationsspiele in Tschechien am Freitag und gegen Norwegen am Montag auf seine Nummer eins.

Neben Neuer werden unter anderem auch Franck Ribéry, Rafinha und Javi Martínez in der Partie beim Regionalligisten dabei sein. Die Einnahmen kommen voll und ganz den finanziell angeschlagenen Hessen zugute.

Rummenigge: "Wichtiger Klub"

"Kickers Offenbach ist ein Traditionsverein und war ein wichtiger Klub in der Geschichte der Fußball-Bundesliga", erklärte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Auch beim FC St. Pauli, SV Darmstadt 98 und Dynamo Dresden traten die Bayern in der Vergangenheit schon zu "Retterspielen" an.

"Mit dieser Hilfe des FC Bayern konnte die Insolvenz der Kickers abgewendet werden", erklärte Kickers-Präsident Helmut Spahn. Bereits im Dezember war vereinbart worden, das Freundschaftsspiel in der gegenwärtigen Bundesligapause auszutragen.

Ein anderer Termin hatte sich im dichten Kalender des deutschen Meisters bei anstehenden Aufgaben in der Bundesliga, der Champions League und im DFB-Pokal für die zweite Jahreshälfte 2017 nicht finden lassen.

"Der FC Bayern München ist nicht nur der erfolgreichste und beliebteste Klub Deutschlands, sondern auch weltweit für sein soziales Engagement bekannt", sagt Spahn. 

Dass Carlo Ancelotti wegen der Länderspiel-Verpflichtungen der meisten Bayern-Spieler nicht ganz so viele Stammkräfte einzusetzen vermag, war den Offenbachern bekannt.

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