Beinahe-Drama in Berg am Laim Rosenheimer Straße: Radlerin fast unter zwei Tonnen Beton begraben

An dieser Großbaustelle in der Rosenheimer Straße hat sich der Unfall ereignet. Foto: Petra Schramek

In der Rosenheimer Straße wäre es am Donnerstag beinahe zu einem schlimmen Unfall gekommen. Eine 25-Jährige radelte gerade an einer Baustelle vorbei, als vier Betonteile direkt vor ihr herunterfallen.

Berg am Laim - Als wenn Radfahren in München nicht auch so schon gefährlich genug ist. Eine Münchnerin wäre am Donnerstagmorgen in Ramersdorf um ein Haar unter vier je 500 Kilo schweren Elementen zur Einschalung von Stahlbetondecken erschlagen worden. Die 25-Jährige fuhr gegen 8.30 Uhr auf dem Radweg entlang der Rosenheimer Straße stadteinwärts. Dabei kam sie kurz nach der Volkssternwarte an einer Großbaustelle vorbei.

Dort luden gerade zwei Arbeiter einer Baufirma sogennnate Deckenschaltische ab. Die Elemente sind jeweils 2,40 Meter mal 5,40 Meter groß und wiegen pro Stück 500 Kilo.

Vier von ihnen sollten mit Hilfe eines Krans von einem Laster hoch auf die oberste Etage des Rohbaus gehoben werden. In etwa 50 Metern Höhe sollten die Elemente wieder abgeladen werden. Doch bereits nach etwa 20 Metern verrutschte die Ladung. Die Schalungselemente glitten aus den Schlaufen der Tragegurte und stürzten in die Tiefe.

Unfall in der Rosenheimer Straße: Polizei ermittelt

Die zwei Tonnen schweren Bauteile durchschlugen eine Kabelbrücke, über die Strom- und andere Versorgungsleitungen der Baustelle geführt werden. Anschließend landeten die je rund 15 Quadratmeter großen Platten krachend auf dem Radlweg an der Rosenheimer Straße.

Die Münchnerin war nur etwas mehr als einen Meter von der Stelle entfernt. Wäre sie nur einen Wimpernschlag schneller an diesem Morgen unterwegs gewesen, die Schalungsteile hätten sie unter sich begraben.

Die Münchnerin bremste. Doch sie konnte vor den Hindernissen nicht mehr anhalten. Ihr Vorderrad krachte in die Bauelemente, die 25-Jährige stürzte. Sie kam mit Prellungen und Schürfwunden ins Krankenhaus.

Die Polizei ermittelt. Es geht darum, ob gegen Vorschriften zur Unfallvermeidung verstoßen wurde. Die Fahnder des K13 werden prüfen, ob der Radweg während der Ladearbeiten entsprechend gesichert war.


In einer früheren Version wurde der Unfallort mit "Haidhausen" vermerkt. Dies wurde mittlerweile von der AZ-Redaktion korrigiert. 

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