Beim TSV 1860 gescheitert Timo Gebhart ist enttäuscht von Sechzig: "Hart getroffen"

Kam von Hansa Rostock zurück zum TSV 1860: Timo Gebhart. Foto: pm

Im Sommer musste Timo Gebhart Giesing verlassen, obwohl er gerne bei den Löwen geblieben wäre. Bis heute hat der einstige Fanliebling des TSV 1860 diese Enttäuschung nicht verarbeitet.

München/Memmingen - Sommer 2017: Timo Gebhart muss sich öffentlich Vorwürfen erwehren, er habe Hansa Rostock des Geldes wegen verlassen - nach Giesing. Sommer 2018: Gebhart möchte den Löwen-Fans erklären, warum es für ihn beim TSV 1860 nicht weitergeht. Kann das aber nicht, weil er es selber nicht versteht.

Timo Gebhart ist in der Reha

Die Enttäuschung über sein Aus nach nur einem Jahr nach seiner Rückkehr ist bis heute nicht gewichen. Nach AZ-Informationen nimmt es der Mittelfeldstratege dem Klub übel, dass die Giesinger nach seiner Verletzung im Mai (Teileinrisse in der lädierten Achillessehne) nicht weiter auf ihn gesetzt haben.

Dabei hat der 29-Jährige bis heute kein Spiel mehr bestritten, befindet sich nach monatelanger Pause in München in der Reha.

Auf seinem Instagram-Account findet sich ein pathetischer Post, mit dem Konterfei von Schauspieler Liam Neeson dahinter - von dem das Zitat wohl stammt. "Wenn du fällst, vergiss zwei Sachen nicht: Wer dich geschubst hat, und wer dir wieder hochgeholfen hat!", steht da geschrieben.

Auch dies ist sicherlich Ausdruck seiner Enttäuschung.

Timo Gebhart wäre gerne geblieben

Gebhart wollte unbedingt bei Sechzig bleiben, das ist kein Geheimnis, nach AZ-Informationen hätte er auf reichlich Geld verzichtet und einen stark leistungsbezogenen Vertrag unterschrieben. An diesem Samstag spielt sein Ex-Klub TSV 1860 nun bei Ex-Ex-Klub Hansa Rostock in der Dritten Liga (14 Uhr, live im BR und im AZ-Liveticker). Das Spiel findet ohne ihn statt. Auch wenn viele Fans beider Klubs ihn bis heute gleichermaßen verehren.

"Jeder weiß, wie nah ich zu 1860 stehe. Ist ja klar, dass mich das hart getroffen hat. Es war eine schwere Zeit und fühlt sich immer noch ein bisschen komisch an", meinte der Allgäuer dieser Tage im Interview mit dem "Merkur". "Vor Ort war ich seither nicht mehr, dazu tut es noch zu sehr weh."

"Guter Kontakt" zu Löwen-Fans

Es sei die Entscheidung von ein paar Leuten gewesen, "dass ich gehen musste - das heißt aber nicht, dass ich nichts mehr mit dem Verein zu tun haben möchte", sagte der einstige Bundesligaspieler: "Zu den Fans habe ich auch nach wie vor guten Kontakt." Zu den Fans. Aber offenbar nicht mehr zu jedem Löwen.

Gebhart sucht sein Glück in dieser schwierigen Lage in der Familie, vor allem seine kleine Tochter verschafft ihm Ablenkung: "mylove", meine Liebe, steht bei einem Instagram-Post zu einem Video mit ihr geschrieben, und auf einem anderen: "daddyshome", zu Deutsch: "Papa ist zu Hause." Das soll aber nicht ewig so bleiben.

Der Fanliebling will schließlich "zeigen, was ich drauf habe". Den Drittliga-Knaller zwischen seinen ehemaligen Arbeitgebern wird er aus der Ferne verfolgen. Bei vielen Fans wird er auch dann präsent sein... 

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