Beichte im Gefängnis 63 Einbrüche: Täter macht reinen Tisch

 

Nach einer Gefährderansprache im Gefängnis packt ein 27-Jähriger Einbrecher aus und gesteht weitere Straftaten - die Vernehmung dauerte Stunden.  

München - Ein 27-jähriger Brite, der derzeit in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim sitzt, hat hinter Gittern eine Generalbeichte abgelegt: 63 Einbrüche hat der Mann inzwischen gestanden.

Nachdem der 27-Jährige wegen einem seiner letzten Brüche in Untersuchungshaft gebracht worden war, bekam er dort eine so genannte Gefährderansprache für Intensivtäter. Das beeindruckte den jungen Mann offenbar so sehr, dass er beschloss, reinen Tisch zu machen: „Die Vernehmung hat mehrere Stunden gedauert“, so Polizeisprecher Oliver Timper am Dienstag.

Der Brite hatte sich auf Kellereinbrüche spezialisiert. Außerdem fischte er Post aus Briefkästen – vor allem Bankpost. Dabei wusste er genau, welche Bank wie viele Tage später die PIN-Nummer verschickte. Mit den Karten und der PIN hob er schließlich Geld ab und finanzierte sich ein schönes Leben samt Bordellbesuchen.

Die Polizei schätzt den Schaden auf 70.000 Euro. Zeitweise hatte der Brite zwei Komplizen.

 

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