Bei Forstarbeiten auf die Gleise gefallen Zug kracht in Baum - 230 Fahrgäste evakuiert

Auf der Strecke zwischen Tutzing und Starnberg passierte das Unglück. Foto: AZ-Archiv

Am Freitag kollidierte auf der Bahnstrecke von Tutzing nach München ein Regionalzug mit einem Baum. 230 Fahrgäste mussten evakuiert werden, sie kamen mit dem Schrecken davon. Der Baum war bei Forstarbeiten auf die Gleise gefallen. Der Bahnverkehr ist unterbrochen.

 

Tutzing - Auf der Bahnstrecke zwischen Tutzing und Starnberg ist am Freitagvormittag, gegen 10:20 Uhr, eine stadteinwärtsfahrende Regionalbahn zwischen Possenhofen und Starnberg mit einem bei Baumfällarbeiten ins Gleis gefallenem Baum kollidiert.
Nach ersten Ermittlungen befanden sich zwei Mitarbeiter eines Forstwirtschaftsbetriebes in einem Waldstück bei Baumfällarbeiten.

Während einer der Arbeiter mit der Motorsäge schnitt, sicherte der andere mit einem Greifbagger die Bäume. Aus noch unbekannter Ursache löste sich dabei ein Baum während des Schneidens und stürzte mit ganzer Länge über beide Gleise.

Der Triebfahrzeugführer des RB 59468 kam aus einer Rechtskurve und erkannte das Hindernis. Er leitete bei einer Geschwindigkeit von circa 120 Kilometern pro Stunde sofort eine Schnellbremsung ein, konnte aber den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

18 Meter lange Buche richtet erheblichen Schaden an

Der Zug kollidierte mit der ungefähr 18 Meter langen und rund 30 bis 40 Zentimeter dicken Buche. Dabei wurden das Triebfahrzeug, der Stromabnehmer sowie die Oberleitung beschädigt. Die rund 250 Fahrgäste, die sich in der Bahn befanden, kamen mit dem Schrecken davon. Drei von ihnen mussten aufgrund von Kreislaufproblemen vor Ort ärztlich versorgt werden.

Die Feuerwehr evakuierte die Fahrgäste aus dem Zug, sie wurden nach Possenhofen gebracht, von dort konnten sie mit einem Schienenersatzverkehr ihre Reise fortsetzen. Die Bundespolizei hat Ermittlungen zur Unfallursache und wegen des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Der Regionalzug konnte wegen des defekten Stromabnehmers und der beschädigten Oberleitung nicht sofort geborgen werden. Dadurch kam und kommt es auch aktuell noch im Bahnverkehr auf der Strecke München - Kochel beziehungsweise München - Weilheim zu Behinderungen.

 

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