Bei Bayern und Dortmund im Gespräch Wird Nagelsmann BVB-Coach? Das rät Hitzfeld

Julian Nagelsmann hat bei Hoffenheim noch einen Vertrag bis 2021. Foto: dpa

Sowohl mit dem FC Bayern München als auch Borussia Dortmund wird Trainer-Youngster Julian Nagelsmann in Verbindung gebracht. Ottmar Hitzfeld hat einen Ratschlag für den jungen Kollegen.

 

Stuttgart - Julian Nagelsmann gilt nach wie vor als Kandidat für eine Nachfolge von Jupp Heynckes beim FC Bayern. Allerdings soll auch Borussia Dortmund an einer Verpflichtung des Hoffenheim-Coaches interessiert sein - und daran ändert angeblich auch die jüngste Verpflichtung von Peter Stöger nichts.

Der BVB hatte sich am Sonntag von Bosz getrennt und den früheren Kölner Trainer als Nachfolger bis zum Saisonende präsentiert. Verschiedene Medien berichteten, dass anschließend Hoffenheims Julian Nagelsmann übernehmen solle, der aber noch bis 2021 Vertrag bei 1899 Hoffenheim hat.

Für die Bayern wäre das Thema damit also erledigt. Allerdings ist es ohnehin fraglich, ob die Bayern überhaupt noch ernsthaft an einer Verpflichtung Nagelsmanns in der kommenden Saison interessiert sind. Für viele Experten sei Nagelsmann noch zu jung. "Der Schritt käme viel zu früh", meinte zum Beispiel Oliver Kahn vor knapp zwei Wochen

"Was für Ziele hätte er noch mit 40?"

Und auch ein mögliches Engagement beim Erzrivalen Borussia Dortmund sehen einige Experten kritisch. So rät ihm Ottmar Hitzfeld davon ab. "Wenn so jemand dann bei Dortmund ist mit 31 Jahren, dann frage ich mich: was macht der denn eigentlich noch danach? Was für Ziele hätte er noch mit 40?", sagte der ehemalige Erfolgscoach. Für den Trainer-Posten beim FC Bayern würde das natürlich nicht weniger gelten.

Nagelsmann sei ein guter Trainer, ergänzte er. "Aber ich finde es generell wichtig, Verträge einzuhalten. Man hat ja auch dem Verein viel zu verdanken."

Die Ursachen der sportlichen Krise von Borussia Dortmund sieht Ottmar Hitzfeld nicht allein beim beurlaubten Trainer Peter Bosz, sondern vor allem in einer falschen Transferpolitik. Im Sommer hätte das Spielermaterial verbessert werden müssen, sagte der 68-Jährige. "Dortmund braucht den ein oder anderen besseren Abwehrspieler. Der Trainer kann ja auch nur mit den Spielern arbeiten, die er zur Verfügung hat", kritisierte der frühere BVB-Coach. "Eines ist für mich klar: Wenn man sich verstärken will, dann eher in der Defensive. Man braucht einfach mehr Qualität."

Hitzfeld war zuletzt Trainer der Nationalmannschaft der Schweiz. 2014 beendete er erst einmal seine Karriere. Dass er dennoch wieder als Trainer arbeitet, schloss er nicht kategorisch aus. Auf die Frage, ob er noch einmal auf die Trainerbank zurückkehren werde, antwortete er mit einem Schmunzeln: "Das ist nicht vorgesehen."

 

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