Becker, Ochsenknecht und Co. Diese Stars präsentieren ihre Bücher auf der Buchmesse

Boris Becker muss es wissen: "Das Leben ist kein Spiel" heißt das neue Buch des Tennis-Titanen Foto: Joel Ryan/Invision/AP

Wenn in Frankfurt am Main heute die weltgrößte Buchmesse mit 7300 Ausstellern aus 100 Ländern ihre Tore öffnet, werden auch ein paar deutsche Promis unter den 1500 gefeierten Autoren sein.

 

Frankfurt/Main - Was haben Tennis-Legende Boris Becker (45), Comedian Atze Schröder (48), Schauspielgröße Uwe Ochsenknecht (57) und der Rammstein-Sänger Till Lindemann (50) gemeinsam? Es sind deutsche Männer um die fünfzig, die ihren Job beherrschen, damit berühmt geworden sind und auf der heute beginnenden Frankfurter Buchmesse ein Buch von sich vorstellen - das mal mehr, mal weniger von diesem Ruhm erzählt.

Boris Becker legt mit "Das Leben ist kein Spiel" bereits seine zweite Autobiographie vor und vermittelt darin den Eindruck, dass er gut zwölf Jahre nach dem Karriereende auch in der Welt außerhalb des Courts seinen Platz gefunden hat. Der Ehemann, Vater und Unternehmer erzählt von diesem Weg und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund: Vor allem die unverblümten Kapitel über die zahlreichen Frauen, die "Bobbele" geliebt hat, haben bereits im Vorfeld bekannte Medienanwälte auf den Plan gerufen und Konkurrenten wie Oliver Pocher in einen Twitter-Krieg verwickelt.

Der Ruhrpott-Comedian Atze Schröder bleibt bei seinen Leisten und nimmt sich und seine Geschichten in "Und dann kam Ute" nicht ganz so ernst: "Dieses Buch ist ein satirischer Episodenroman, der von Gefühlen, Liebe, Sex, Räuberpistolen und Freundschaft handelt. Vieles ist frei erfunden, manches nicht. [...] Allerdings haben alle Geschichten einen wahren Kern" heißt es im Vorwort. Ob der Publikumsliebling den Leser auf fast 300 Seiten so zum Lachen bringen kann, wie es seine schelmische Bühnen- und Kamerapräsenz vermag, wird sich zeigen.

Beim Schauspieler und Sänger Uwe Ochsenknecht ist der Titel des Buches Programm: "Was bisher geschah" heißt seine Autobiographie. "Ich hoffe, dass noch mehr geschieht [...]. Das Schöne am Alter ist, dass man aufgrund seiner Lebenserfahrung nicht mehr so viel Energie verschwendet, sondern diese viel fokussierter einsetzen kann", sagte er kürzlich im Interview zu seinem Buch mit der Nachrichtenagentur spot on news. Dass diese Einsicht ihren Preis gekostet hat, kann man in Ochsenknechts gut Erinnerungen nachlesen.

Mit seinem bereits zweiten Gedichtband "In stillen Nächten" bewegt sich der Rammstein-Frontmann Till Lindemann auf dem ihm vertrauten Terrain der Lyrik: Als Sohn eines dichtenden Kinderbuchautors und Songwriter seiner Skandal-Rockband ist ihm das Handwerk der Poesie geläufig, auch wenn die düsteren und Sex-lastigen Inhalte nicht jedermanns Sache sind. "Seine Texte sind gewöhnungsbedürftig, aber grundehrlich", beschreibt "Wacken"-Kollege Heino Lindemanns Kunst in der "Bild".

 

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