Beckenbauer-Stiftung Der Kaiser ruft zum Jubiläum

In Bad Griesbach wird anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der "Franz Beckenbauer-Stiftung" die "Kaiser-Trophy" ausgespielt - und von Hansi Hinterseer bis zu Boris Becker sind auch jede Menge Promis mit dabei - sehen Sie hier die besten Bilder. Foto: Minkoff/augenklick

In Bad Griesbach wird anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der "Franz Beckenbauer-Stiftung" die "Kaiser-Trophy" ausgespielt - AZ-Reporter Thomas Becker berichtet.

 

Bad Griesbach - Der erste Schlag ging in die Binsen. Nachdem sich der Jubilar zum x-ten Foto innerhalb von drei Minuten postiert und auch die Kanone mit Donnergetöse abgefeuert hatte, konnte es losgehen. Reine Konzentrationszeit vor dem ersten Abschlag: keine dreieinhalb Sekunden. Kein Wunder, dass des Kaisers Kugel rechts im Bach in den Brennnesseln landete. Aber: Wie egal ist das?

Schließlich sind wir bei der Kaiser-Trophy, dem Jubiläums-Turnier der Franz Beckenbauer Stiftung. Hier geht es in vor allem ums Spendensammeln. Der Kaiser sagte über den Querschläger nur: „Da hätt' ich auch den Driver hernehmen können. Wer dieses Spiel erfunden hat! Das muss der Teufel persönlich gewesen sein." Sprach's, grinste und marschierte fröhlich weiter. Entspannt muss man sein.

Zum 25. Mal trafen sich die Friends of Franz zum Charity-Golfen auf Gut Penning, draußen im niederbayerischen Bäderdreieck. 76 Promis aus Sport, Wirtschaft, Entertainment lochten bester Laune ein und verhalfen der vor 30 Jahren gegründeten Stiftung zu einem gewaltigen Finanzschub: 600<TH>000 Euro kamen für den guten Zweck zusammen. Rekord! Dafür gab's Lob von allen, auch vom Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß: „Ich freue mich immer, wenn ich dem Franz einen Gefallen tun kann für seine Stiftung. Seit 30 Jahren macht er das schon. Dafür bewundere ich ihn sehr.“

Wladimir Klitschko und Oliver Bierhoff haben was verpasst. Die Herren standen auf der Gästeliste, glänzten aber durch Abwesenheit. Sie sahen nicht: Boris Becker, der immer noch gewaltig hinter seinem Golf-Bag herhumpelt und abends zur Gala gar nicht mehr kam. Ex-Tennis-Crack Anke Huber, die statt mit Gatte Roger Wittmann im Kaiser-Flight spielte: „Mein Handicap? 15. War mal besser."

Schön locker ließen es die Schalker angehen. Da hat die Turnierleitung die im weißblauen Partner-Look angetretenen Manager Horst Heldt, Präsident Clemens Tönnies und Spielervermittler Roger Wittmann direkt dem ebenfalls im Einheitsdress (rotes Poloshirt, helle Hose) spielenden Bayern-Flight mit Uli Hoeneß und Finanz-Chef Karl Hopfner vor die Nase gesetzt. Als Heldt noch Autogramme schreibt und zu erklären versucht, dass nicht um Geld gezockt wird, plärrt Wittmann rein: „Klar zocken wir! 60 Euro hat der Horst gerade am letzten Loch verloren.“ Heldt muss weiter, sagt er: „Sonst kriege ich Druck von den Bayern hinter mir.“ Hoeneß sah das genau so: „Ein Mal im Jahr dürfen die vor uns stehen. Jetzt haben wir noch alle Spaß. Am 24. August geht's los – da ist der Spaß vorbei.“

Zur Gala in der weiß eingedeckten „Erdinger Weißbierhütte“ war er noch da, der Spaß. Mika Häkkinen und Günter Netzer  kamen, Maria Höfl-Riesch samt der schon wieder verletzten Schwester  Susanne, Franziska van Almsick, die erzählte, dass sie gerade ihr Abitur nachmache. Alfons Schuhbeck frotzelte: „Was es zu essen gibt? Fragen'S mich nicht. Wammerl halt.“ Tina Kaiser und Johannes B. Kerner moderierten den Kaiser-Abend, an dessen Ende ein Überraschungsgast auftrat: Udo Jürgens.

Welch ein Fest.

 

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