BBL: Umzug im Finale? Basketball: Oldenburg lässt Ulm abblitzen

Komm' in meine Arme: Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic (links) und der überragende Werfer Rickey Paulding. Foto: dpa

Die Oldenburger Basketballer stehen nach dem 3:2-Sieg in der Serie gegen Ulm im BBL-Finale, müssen aber in der Finalserie gegen Bamberg womöglich wegen der Rindermesse ausweichen.

 

Oldenburg - Rindermesse statt Basketball-Finale: Die EWE Baskets Oldenburg müssen für ein mögliches viertes Bundesliga-Endspiel gegen Brose Bamberg nach Bremen umziehen.

Die Partie am 14. Juni würde in der ÖVB-Arena ausgetragen, weil zeitgleich in der heimischen EWE Arena die Deutsche Holstein Schau stattfindet, wie der Klub am Freitag mitteilte. "Solche Messen werden mit einem Vorlauf von zwei, drei Jahren geplant. Zu diesem Zeitpunkt stand der Rahmenterminkalender der Bundesliga noch gar nicht fest", sagte ein Sprecher der EWE Baskets.

Bei der Veranstaltung wird unter anderem auch der Titel der Miss Germany, der schönsten Holstein Schaukuh, vergeben. Eine vierte Finalpartie zwischen dem favorisierten Titelverteidiger Bamberg und Oldenburg würde es nur geben, sollte kein Team die ersten drei Spiele der Serie gewinnen. Der Auftakt findet am Sonntag (15 Uhr) in Franken statt.

Paulding überragend

Oldenburg hatte das Finale mit einem 78:75-Sieg bei ratiopharm Ulm am Donnerstagabend erreicht. Angeführt von Urgestein Rickey Paulding ließen die EWE Baskets Oldenburg den Titeltraum der Ulmer platzen und stehen zum dritten Mal im BBL-Finale. Die Norddeutschen gewannen die best-of-five-Serie mit 3:2.

Ab dem Wochenende geht es gegen Meister Brose Bamberg um den Titel. Während Ulm nach seiner traumhaften Hauptrunde mit nur zwei Niederlagen weiter auf den ersten Meistertitel warten muss, spielen die EWE Baskets um ihren zweiten Erfolg nach 2009. 2013 waren die EWE Baskets in der Finalserie an Bamberg gescheitert (0:3).

Überragender Spieler der Oldenburger im letzten Halbfinale war Kapitän Paulding mit 27 Punkten. Bei den lange Zeit enttäuschenden Ulmern hieß der Topscorer Raymar Morgan (17). "Das ist ein besonderer Moment. Wir haben hart gespielt. Es ging darum, wer den größeren Willen hat", sagte der US-Amerikaner Paulding.

Ulm, das nach dem schwer erkämpften Viertelfinalerfolg über die MHP Riesen Ludwigsburg (3:2) am Dienstag durch einen Sieg in Oldenburg (74:62) für das nächste Alles-oder-Nichts-Spiel gesorgt hatte, begann sehr nervös. Die Würfe fielen nicht, Oldenburg nutzte die Schwäche aus und zog davon (17:6/8. Minute).

Korb zugenagelt?

Die EWE Baskets verteidigten konzentriert, Ulm setzte die ersten zwölf (!) Dreier allesamt vorbei und suchte vergeblich nach seinem Rhythmus. Besonders gegen Oldenburgs Urgestein Paulding, in der ersten Hälfte mit 19 Punkten bester Werfer auf dem Feld, fanden die Gastgeber kein Mittel.

"Ich wollte schon schauen, ob der Korb zugenagelt ist", sagte Ulms Geschäftsführer Thomas Stoll in der Pause bei telekombasketball.de und hoffte auf Besserung - vergeblich. Das Team um Morgan, als wertvollster Spieler der regulären Saison (MVP) ausgezeichnet, geriet immer mehr ins Hintertreffen (46:60/28.).

Oldenburg, das als Fünfter der Hauptrunde mit einem Erfolg über medi Bayreuth (3:1) das Halbfinale erreicht hatte, verlor danach zum ersten Mal im Spiel die Kontrolle und ließ einen 7:0-Lauf des Gegners zu. Ulm blieb am Drücker und kam kurz vor Schluss bis auf einen Punkt heran (70:71/37.).

Die Gäste behaupteten in der aufgeheizten Arena ihre knappe Führung, Ulms Spielmacher Per Günther warf neun Sekunden vor Schluss den Ball ins Aus. Als Paulding (34) anschließend gefoult wurde und die fälligen zwei Freiwürfe verwandelte, war das Spiel entschieden.

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