Bayerns Schlüsselspieler gegen Manchester Kroos, Mandzukic, Ribéry: Einmal liefern, bitte!

Im Fokus: Toni Kroos. Foto: firo/Augenklick

Gegen Manchester United muss der FC Bayern München auf viele Profis verzichten – auf drei Spieler kommt es am Mittwoch ganz besonders an. Die AZ erklärt, wer gegen die Engländer so wichtig wird – und warum.

 

München - Pep Guardiola hat sie gestern alle aufgezählt, die Verletzten und Gesperrten des FC Bayern gegen Manchester United: Schweinsteiger, Martínez, Shaqiri, Thiago, Contento, Badstuber, nicht zuletzt die Keeper Starke und Raeder – alle unpässlich, nur Zuschauer (20.45 Uhr/ ZDF und Sky) beim Top-Top-Top-Duell.

Mir san malad! "Ich habe nur noch 14 Spieler", sagte der Bayern–Trainer, ein wenig überdramatisch, und meinte, dass er seine Aufstellung auf neun Positionen schon im Kopf habe. Notgedrungen.

Aber wohl dem, der einen großen Kader hat. 18 Mann wird auch Pep noch zusammenkratzen, elf für den Platz, sieben für die Bank, darunter die Youngster Höjbjerg, Weiser, Sallahi und Zingerle.

Unsicher ist sich Pep noch bei der Zusammensetzung des zentralen Mittelfelds, es läuft aber alles auf Lahm, Kroos und Götze hinaus.

Vorne muss er die Wahl treffen zwischen Mandzukic und Müller – der Kroate hat Vorteile, weil er wuchtiger ist.

Sicher in der Startelf stehen wird Innenverteidiger Dante, das hat Guardiola bereits gesagt. Ein Mehrwert im Vergleich zum Hinspiel, da fehlte der Brasilianer gelbgesperrt. "Er ist eine Persönlichkeit, sein defensives Raumkonzept ist vielleicht das beste", lobt Pep, "er war sehr wichtig letzte Saison, ist sehr wichtig diese Saison."

Die AZ zeigt, auf wen es noch gegen United ankommt.

Toni Kroos: Den Triple-Endspurt 2013 verpasste der Nationalspieler mit einer Oberschenkelblessur. Muss jetzt zeigen, dass er auch Triple kann: Ohne Thiago und Schweinsteiger ist er gegen Manchester der Spielgestalter, muss glätten, antreiben, regieren. Die beste Plattform, um sich für einen lukrativeren Vertrag zu empfehlen, den er von Bayern gerne haben möchte.

Mario Mandzukic: Ist sich ja noch nicht so ganz sicher, was er ab Sommer will – den Zweikampf mit Lewandowski oder das Weite suchen. So oder so: Tore in der Champions League heben für gewöhnlich Ansehen und Marktwert. Und er hat erst zwei davon. Gegen Uniteds kantige Innenverteidiger als Dauerkneifer immens wichtig – und der perfekte Abnehmer für Flanken, die im Hinspiel meist an Müller vorbei durch den Strafraum segelten. Pep lobt: "Mario ist unser torgefährlichster Spieler." Darf er gerne zeigen.

Franck Ribéry: Monsieur Europafußballer hat, wenn man streng sein will, 2014 noch kein herausragendes Spiel gemacht. Drei Tore, eine Vorlage – mehr war nicht geboten in seinen dosierten Einsätzen. Zu seinem 31. Geburtstag gab’s Montagabend freche Happy-Birthday-Grüße von Teamkollege und Kumpel Alaba, der ein Selfie mit dem schlafenden Ribéry per "Instagram" ins Netz stellte. Am Mittwoch darf sich Ribéry selbst ein Geschenk machen: mit einer Top-Leistung.

 

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