Bayern Wieder Drama bei Flugschau in Bayern - Pilot stirbt

In der Luft kollidierten die beiden Flugzeuge Foto: dpa

WARNGAU - Eine Oldtimer-Flugschau in Oberbayern wird nach einem schweren Unglück abgebrochen. Bei der Kollision von zwei Maschinen kommt ein Pilot ums Leben.

 

Erneut hat es bei einer Flugschau in Bayern ein tödliches Unglück gegeben. Nur zwei Wochen nach dem Unfall in der Nähe von Nürnberg stießen am Samstag bei einem Formationsflug in Warngau (Landkreis Miesbach) zwei Oldtimer-Flugzeuge in der Luft zusammen. Kurz vor 17 Uhr stürzte daraufhin eine Maschine ab und fing Feuer. Der Pilot wurde tödlich verletzt, wie die Polizei in Rosenheim mitteilte.

Das andere Flugzeug konnte notlanden, der Pilot erlitt einen schweren Schock, blieb aber körperlich unverletzt. Die Schau wurde abgebrochen. Ein weiterer Mensch wurde ersten Informationen zufolge ebenfalls leicht verletzt.

Die Zuschauer der Flugschau kamen mit dem Schrecken davon. «Die abgestürzte Maschine ist in einer Wiese gelandet, ungefähr 500 Meter vom Flugplatz weg in der Nähe des Bahnhofes Warngau», sagte ein Polizeisprecher. Sie verfehlte die Bahngleise der Strecke München - Lenggries nur um wenige Meter und zerschellte in unmittelbarer Nähe zum Bahnsteig und nur etwa zehn Meter von einem Wohnhaus entfernt. Knapp eineinhalb Stunden nach dem Unglück war die Leiche des Piloten noch nicht geborgen. Ein Schaumteppich überdeckte die Absturzstelle und die ausgebrannten Blechteile.

Die Oldtimer Flugtage 2010 hatten am Samstag auf dem Flugplatz Warngau begonnen. Flugtage hätten beim privaten Motorfliegerclub Warngau eine lange Geschichte, heißt es auf der Website der Veranstaltung. In dem mehr als 50-jährigen Bestehen seien bereits viele Flugtage erfolgreich durchgeführt worden.

Am Sonntag vor zwei Wochen war bei einem Formationsflug im mittelfränkischen Lillinghof ein startender Oldtimer außer Kontrolle geraten und in voller Fahrt in die Menschenmenge gerast. Eine 46 Jahre alte Frau aus Lauf (Landkreis Nürnberger Land) geriet offenbar in die rotierenden Propeller und starb noch am Unglücksort. Dutzende Menschen wurden bei dem Unglück in der Nähe von Schnaittach- Lillinghof verletzt. (dpa)

 

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