Bayern-Trainer Streit mit Barcelona: „Pep erklärt den Krieg“

Die Reaktion auf die Vorwürfe des neuen Bayern-Coaches gegenüber seinem ehemaligen Verein sind heftig. Die Reaktionen in der Presse auch.

 

München – Bayerns neuer Trainer Pep Guardiola hat mit erstmaliger Kritik an seinem Ex-Klub FC Barcelona für einigen Wirbel gesorgt. „Anpfiff von Pep überrascht den Vorstand von Barca. Pep erklärt den Krieg und nimmt auch noch Thiago mit“, titelte die Zeitung Sport am Freitag, nachdem Guardiola zum Abschluss des Trainingslagers des Triple-Gewinners nicht nur überraschend mit seiner großen Liebe Barca gebrochen, sondern auch noch seinen ausdrücklichen Wunsch nach einer Verpflichtung von Barca-Jungstar Thiago Alcantara publik gemacht hatte.

„Im vergangenen Jahr sind zuviele Dinge passiert, die eine Grenze überschritten haben“, sagte der 42 Jahre alte Spanier in Richtung Barca. Er sei bei seiner Auszeit in New York 6000 Kilometer weg gewesen, „ich hatte die Vereinsspitze gebeten, mich in Ruhe zu lassen. Doch sie haben das nicht befolgt, sie haben ihr Wort gebrochen“, schimpfte Guardiola.

Barcelona habe zudem versucht, die Krebserkrankung von Trainer Tito Vilanova zu nutzen, „um mir zu schaden. Das werde ich nie vergessen.“ Sie sollten ihn „in Ruhe lassen“.

Es waren Aussagen, die bei Barcelona für einige Verwunderung sorgen. Er sei „sehr überrascht“ und könne die Kritik auch nicht verstehen, bisher sei das Verhältnis immer „sehr freundschaftlich gewesen“, sagte Jordi Cardoner, einer von Barcelonas Vizepräsidenten, El Mundo Deportivo.

Weiteres Öl wollte er deswegen auch nicht ins Feuer gießen. „Wir haben die Krankheit nicht benutzt, um ihm zu schaden. Wer so etwas tun würde, ist ein schlechter Mensch“, sagte Cardoner und ergänzte: „Pep wird immer ein Mythos bei Barca bleiben.“ Er hoffe nun, dass Guardiola, der mit Barca in vier Jahren immerhin 14 Titel gewann, mit Präsident Sandro Rosell sprechen wird, „um alles aufzuklären“.

 

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