Bayern träumt wieder vom Triple Franck Ribéry: "Das gleiche Gefühl wie 2013"

Franck Ribéry: Nach seinem tollen Comeback gegen Schalke träumt er wieder vom Triple und fühlt sich zurückerinnert an das glorreiche Jahr 2013, wo der FC Bayern alle drei Pokale auf den Rathausbalkon holen konnte. Foto: Augenklick/sampics

Franck Ribéry ist zurück beim FC Bayern - und auf allen Spielfeldern voller Elan: Der Franzose spricht selbstbewusst vom Triple-Gewinn.

 

München  - Die Ancelotti-Jahreszeit ist angebrochen. Das spürt auch Franck Ribéry. Nach seinem beeindruckenden Comeback im Pokal gegen den FC Schalke hält er den Gewinn des Triples aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League für möglich. "Langsam beginnt man, daran zu denken - klar", sagte der Franzose der Bild-Zeitung: "Ich habe das gleiche Gefühl wie 2013. Das ist schön. Diese Zeit jetzt ist wichtig." 

Der Franzose selbst hat muss Aufholen. Nicht etwa auf dem Platz, da ist die "Maschine", wie ihn Teamkollege und Kumpel David Alaba zuletzt nannte, beim 3:0 im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Schalke 04 mit einem Knall zurückgekehrt. Nein, der Star des deutschen Fußball-Meisters Bayern München hat als Neuling in den sozialen Netzwerken "einiges nachzuholen", wie er dieser Tage betonte.

Ribérys Fans und Follower dürfen sich demnach auf "viele Fotos" des kleinen Franzosen freuen, wie dieser der Münchner tz verriet - und es ist zu erwarten, dass sich Ribéry dort meist bester Laune präsentieren wird. Mit seinem starken Comeback am vergangenen Mittwoch hat Ribéry bei den Bayern die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Saison-Endspurt in allen drei Wettbewerben verstärkt, er selbst träumt gar schon vom größtmöglichen Triumph.

Ribéry war nicht der größte Fan von Ancelottis Vorgänger Pep Guardiola, dessen Über-Eifer und ständige Anweisungen ihn in seiner Freiheit bremsten. Vor allem aber: Unter Guardiola war er nie im Vollbesitz seiner Kräfte, als es in die entscheidende Saisonphase ging. Im Frühjahr 2014 plagten ihn ein Bluterguss und Rückenprobleme, 2015 fiel er wegen einer Sprunggelenksverletzung aus, 2016 war er nach einem Muskelbündelriss nicht in Topform. Jetzt ist das anders.

"Er ist einer aus der Kategorie: Liefert immer, wenn er auf dem Platz steht", sagte Weltmeister Mats Hummels am Mittwoch, Ribéry sei auch im reifen Fußballer-Alter von bald 34 Jahren "immer eine unglaubliche Bereicherung für unser Spiel".

Ancelotti dosiert die Einsatzzeiten seines Ausnahmekünstlers so gut es geht. Als Ribéry nach einer Zerrung am vergangenen Wochenende gegen den Hamburger SV wieder bereit stand, ließ er ihn 90 Minuten auf der Bank, weil es auch ohne ihn lief. Gegen Schalke nahm er ihn nach 67 Minuten vom Platz. "Ribéry hat es super gemacht", sagte er.

Gut möglich also, dass Ribéry am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Köln erneut ran darf. "Er hat sehr gut regeneriert und die Möglichkeit, zu spielen", sagte Ancelotti am Freitag. Auch Mats Hummels steht wieder bereit, in einer Woche soll außerdem Jerome Boateng wieder spielen können.

Alles rosarot also bei den Roten? "Ich habe Vertrauen in die Mannschaft, weil wir im Moment gut sind", sagte Ancelotti. Das Wort Triple wollte er anders als Ribéry allerdings nicht in den Mund nehmen. "In Italien sagt man: Viel Lob bedeutet später auch viele Probleme", meinte er.

Der souveräne Bundesliga-Tabellenführer habe "ein gutes Team, viele große Spieler. Und mit Carlo Ancelotti einen Trainer, der das sehr gut macht", führte Ribéry aus und betonte: "Wenn wir so spielen wie gegen Arsenal oder in der ersten Halbzeit gegen Schalke, dann haben wir schöne drei Monate vor uns."

 

6 Kommentare