Bayern-Stars im EM-Finale Coman gegen Sanches: Es kann nur einen geben

Während Sanches (r.) bei Portugal mittlerweile gesetzt ist, hofft Coman auf einen Einsatz für Frankreich im Endspiel. Foto: az, dpa

Die beiden Youngster der Bayern begegnen sich im Finale der Europameisterschaft. Speziell der Portugiese beeindruckt bisher bei der EM in Frankreich.

München, Paris - Dass der FC Bayern mindestens einen Champion nach der Europameisterschaft in seinen Reihen haben wird, stand schon mit dem Finaleinzug von Portugal fest. Nachdem sich Frankreich gegen Deutschland, mit sechs potenziellen bayerischen Europameistern, durchgesetzt hat, ist nun auch klar, dass es höchstens einer sein wird. Es kann nur einen geben: Entweder triumphiert der Franzose Kingsley Coman oder der portugiesische Neuzugang Renato Sanches im Endspiel.

Schon vor dem Match gegen Deutschland hatte Coman verraten, dass er „ein bisschen mit Joshua Kimmich telefoniert habe. „Ich hoffe, dass wir gut spielen und ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland die Chance habe, ihn ein wenig aufzuziehen“, hatte der 20-Jährige über das Gespräch mit seinem ein Jahr älteren Vereinsteamkollegen gesagt.

Frankreich spielte gut, genau wie – abgesehen von seinem Patzer beim zweiten Gegentor – Kimmich. Coman kam beim 2:0-Sieg der Franzosen dagegen nicht zum Einsatz. Nach zwei Spielen von Beginn an und drei als Einwechselspieler erstmals bei dem Turnier. Umso mehr dürfte der schnellste Akteur der EM (32,8 km/h) zumindest auf einen Joker-Einsatz im Finale brennen. Ob er die Telefonnummer von Bayern-Neuzugang Sanches wohl schon hat? Coman würde sicher auch ihm beim Wiedersehen in München gerne als Europameister begegnen.

Auszeichnung zum besten Nachwuchsspieler in bayerischer Hand

Die erstmals bei dieser EM vergebene Auszeichnung zum besten Nachwuchsspieler des Turniers dürften Coman, Sanches und Kimmich ohnehin sozusagen (vereins-)teamintern unter sich ausmachen. Der erst 18 Jahre alte Sanches, der nun für 35 Millionen Euro von Benfica Lissabon zum FC Bayern wechselt, hat im Turnierverlauf durchaus Argumente für sich gesammelt. Als Einwechselspieler in die EM gestartet, hat er sich mittlerweile fast schon unverzichtbar im Team von Cristiano Ronaldo und Co. gemacht. Mit seiner physischen Präsenz überzeugte er im zentralen Mittelfeld, im Viertelfinale gegen Polen rettete er seine Mannschaft mit einem beherzten Fernschuss zum 1:1 ins Elfmeterschießen, in dem er ebenfalls traf. Auch im Halbfinale gegen Wales (2:0) gehörte er zur Startelf der Portugiesen.

Im Finale wäre alles andere nun eine Überraschung. „Ich habe es genossen, ihm bei der EM zuzusehen“, sagte der neue Bayern-Coach Carlo Ancelotti dem „Telegraph“: „Der Junge ist auf dem Feld eine große Persönlichkeit. Das brauchst du, wenn du bei einem Klub wie Bayern spielen willst.“

Ein EM-Titel schadet da sicher auch nicht.

 

2 Kommentare