Bayern-Star wird Vater 1:0 gegen Atlético: Lewys Doppelpack

Bilder sagen mehr als Worte: Der werdende Vater Robert Lewandowski und seine Frau Anna. Foto: Imago, Rauchensteiner/Augenklick

Er ist der neue Freistoß-Kunstschütze des FC Bayern und nach Thiago der nächste werdende Vater im FCB-Trikot: Für Robert Lewandowski war das 1:0 gegen Atlético Madrid eine emotionale Geschichte.

 

München - Am Ende nahm er glückselig den Spielball mit nach Hause. Jenen Ball, den er in der 28. Minute raffiniert zum 1:0 in den linken Winkel des Atlético-Kastens gezirkelt hatte. Jenen Ball, den er anschließend flugs unter seinem Trikot verschwinden ließ, sich sodann "schwanger" und "daumennuckelnd" von seinen Teamkollegen feiern ließ.

Auch wenn Arturo Vidal nach Abpfiff der Champions-League-Partie gegen den Gruppensieger aus Madrid zum "Man of the Match" gekürt wurde - dieser Abend gehörte eindeutig dem polnischen Nationalspieler. Dessen Frau Anna postete noch am Dienstag das eindeutige Jubelfoto ihres Mannes auf Instagram, freute sich mit einem "#Happy#Love".

Beim 2:1-Sieg gegen Leverkusen hatte erst Mittelfeldspieler Thiago mit einem "Nuckel-Jubel" aufgewartet.

Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat – es geht auch noch anders heutzutage, wenn man etwas zu verkünden hat, ein süßes Geheimnis lüften und der Öffentlichkeit präsentieren möchte. Robert Lewandowski wählte die gute, alte Bildsprache: Ball unters Trikot, Daumen in den Mund.

Der Bayern-Torjäger zeigte der Welt: Seht her, ich habe etwas zu verkünden: Wir sind schwanger! Und so erhielt das 1:0, das tabellarisch unbedeutende Gruppenfinale dieser Champions-League-Vorrunde gestern Abend gegen Atlético Madrid doch noch Nachrichtenwert: Der 28-Jährige und seine Frau Anna bekommen 2017 Nachwuchs, Anna ist angeblich im vierten Monat.

Es war die Herz erwärmende Szene des Abends in der frostigen Allianz Arena. Ein Freistoß in der 28. Minute an der Strafraum-Grenze, die ideale Position für einen Rechtsfuß. David Alaba mit links oder Lewandowski mit rechts? Der Pole hob den Ball elegant über die Mauer, Atlético-Torwart Jan Oblak hechtete vergebens – das 1:0, ganz im Stile der Bayern-Legende Mehmet Scholl. Kurzer Anlauf, Schnitt an den Ball und hinein damit.

Robben und Lewandowski vor Verlängerung

"Robert schießt im Training schon die ganze Zeit überragende Dinger. Das kommt nicht von ungefähr", sagte Mats Hummels nach dem Spiel bei Sky. Neuerdings eine Spezialität von Lewandowski. Es war eine Kopie seines Treffers zum 3:1 in der Nachspielzeit der Bundesliga-Partie vom Freitag in Mainz. Und erst sein zweiter Freistoß-Treffer im Bayern-Trikot.

"Das habe ich in letzter Zeit oft im Training gemacht und drauf gewartet, es endlich auch im Spiel machen zu können", hatte Lewandowski nach seinem Doppelpack in Mainz gesagt. Als der Ball gestern drin war, eilte der Pole direkt auf den Fünfmeterraum zu, griff sich die Kugel, um den Babyjubel zu machen – samt Schnuller-Geste. Ein Gruß an seine Frau.

Doppeltes Glück

Die nackten Fakten: Lewandowski hat nun 14 Tore in seinen letzten 12 Heimspielen in der Champions League erzielt – und noch besser: nur einmal in diesen 12 Partien traf er nicht. Die Statistik belegt: Zu Hause kann er’s eben.

Und das Kind wird wohl noch in München eingeschult, wenn die Lewandowskis in München bleiben. Der Vertrag des Mittelstürmers, einem der begehrtesten seiner Zunft weltweit, soll noch im Dezember um zwei weitere Jahre bis 2021 verlängert und kräftig aufgebessert werden – dann soll er in der Kategorie Thomas Müller verdienen, man spricht von 15 Millionen Euro per annum.

Wie wertvoll der Stürmer ist, zeigt ein Blick auf seine Zahlen: Es war Lewandowskis 20. Treffer im 30. Champions-League-Spiel für Bayern, sein fünfter in dieser Saison.

 

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