Bayern-Star im "Blickpunkt Sport" Douglas Costa: "Alkohol und Drogen zerstören Familien"

Hat sich bei Bayern perfekt integriert: Douglas Costa Foto: dpa

Douglas Costa sprach am Sonntagabend im BR über seinen Trainingsehrgeiz, Freunde und Familie, seine neue Heimat München und darüber, warum für ihn noch nie in Frage kam, mit dem Rauchen oder Trinken anzufangen.

 

München – Von den Bundesliga-Spielern im "kicker" zum besten Feldspieler der Hinrunde gewählt, in München als Überraschungs-Transfer gefeiert und ein Mann, der sich neben der nötigen Professionalität auch mal privat und nahbar gibt. Douglas Costa (25) ist beim FC Bayern innerhalb kürzester Zeit nicht nur Leistungs- sondern auch Sympathieträger geworden. Grund genug für die Sendung "Blickpunkt Sport" des Bayerischen Rundfunks, dem Flügelflitzer zum Rückrundenauftakt im Studio mal auf den Zahn zu fühlen.

Im Interview sprach Douglas Costa über...

... seine Trainings-Besessenheit und die Entstehung seiner Facebook-Dokumentation:

Die Idee für die Dokumentation, die Costa abseits des Trainingsalltags in seinem Haus in Grünwald ganz privat zeigt, und die er kostenlos bei Facebook veröffentlichte, sei ihm zusammen mit seinem Freund und Personal Trainer Lucas Kruel gekommen. "Wir dachten, dass wir die Leute motivieren müssen, auch zu trainieren.", erklärt Costa, der auch neben dem offiziellen FC Bayern-Training mit Kruel akribisch an seiner Fitness und seinen fußballerischen Fähigkeiten arbeitet. Ihm sei schon früh beigebracht worden, dass Begabung alleine nicht ausreicht, erklärt der 25-Jährige: "Es liegt auf der Hand: Je mehr du trainierst, umso besser spielst du auch."

... seinen Freund und Trainer Lucas Kruel:

Kruel, der mit Costa schon seit zehn Jahren befreundet ist, und ihn hin und wieder auch bremsen muss, nicht zu viel zu trainieren, sei wie ein Familienmitglied für den jungen Brasilianer: "Er ist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben und ich vertraue ihm wirklich blind". Generell seien Freunde und Familie wichtig, um ihm Halt zu geben und ihn durch den Alltag zu begleiten.

Sehen Sie hier die Facebook-Doku von Douglas Costa

 
 
INSIDE THE LIFE OF DOUGLAS COSTA (Full Documentary)

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Posted by Douglas Costa on Sonntag, 24. Januar 2016

... den Antrieb, besser zu sein als sein Vater:

Für Costa sei nie etwas anderes in Frage gekommen als Fußball zu spielen, so der Brasilianer. Außerdem habe sein Vater, der selbst Fußballer war, seinen Ehrgeiz geweckt: "Seit ich ein Kind bin, wollte ich immer etwas mehr erreichen als mein Vater, das hat man als Junge manchmal so im Kopf. Mein Vater war mein Vorbild und ich wollte ihn immer etwas übertrumpfen."

... Neymar, der ihm per Whatsapp für den Wechsel zu den Bayern gratulierte:

Dass sich Costa neben vieler Angebote aus England und Spanien für den FC Bayern entschieden hat, war für ihn auch rückblickend die richtige Entscheidung. Und wenn selbst Neymar, der ihm damals per Whatsapp zu diesem Schritt gratulierte, das sage, müsse er ja Recht haben. "Ich bin seit ich bei Bayern spiele auch in der Nationalmannschaft. Wir sind wirklich gute Freunde, verstehen uns bestens. Ich glaube wir haben dadurch alle gewonnen."

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... sein neues Zuhause München:

Nach der kurzen Zeit fühle er sich schon sehr wohl in München. In seiner Wohngegend in Grünwald könne man gut eine Familie gründen. "Auf der anderen Seite ist man 20 Minuten weiter direkt im Zentrum. Da ist unglaublich viel los. Da ist Party, da kann man einkaufen. Es ist eine tolle Stadt, die einem alles bietet, was man braucht. Die Temperatur gefällt mir natürlich auch. In der Ukraine war es natürlich etwas kälter."

... seinen ersten Oktoberfest-Besuch:

Grundsätzlich habe ihm das Oktoberfest schon gefallen, er sei sich für keinen Spaß zu schade - mit einer Einschränkung: "Ich trinke nicht. Deswegen ist es für mich vielleicht nicht das verrückte Ding, das andere daraus machen."

... Alkohol und Drogen:

Dass sich Costa bereits als junger Kerl dafür entschied, ein Leben ohne Alkohol, Zigaretten oder Drogen führen zu wollen, führt er auf zwei Gründe zurück: "Ausschlaggebend dafür, dass ich bisher weder geraucht noch Alkohol getrunken habe, war, dass ich gesehen habe, dass Alkohol und Drogen viele Dinge zerstören. Das habe ich in meiner eigenen Familie erlebt. Ich verbinde nichts Gutes damit, nichts. Das ist natürlich auch gut für meine Laufbahn als Sportler. Diese beiden Dinge gehören zusammen: Ich habe gespürt, dass Alkohol und Drogen Familen zerstören und auf der anderen Seite, dass es (der Verzicht, Anm.) meiner Karriere zuträglich ist."

... seine Ansprechpartner im Team:

Besonders enge Bezugspersonen seien für ihn Rafinha, sein brasilianischer Kollege und Dolmetscher und Thiago. "Thiago und ich wir sind gleichen Alters, haben die gleichen Interessen. Also das sind die beiden, die für mich im Verein die wichtigsten sind." Auf die Nachfrage des Reporters nach Thomas Müller: "Da muss immer Rafinha vermitteln weil ich den Thomas nicht verstehe."

Hier können Sie Douglas Costas Auftritt bei "Blickpunkt Sport" noch einmal ansehen

 

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