Stimmen zum Sieg im Pokal Uli Hoeneß: "Die Kritik der letzten Tage sitzt tief"

, aktualisiert am 08.02.2017 - 06:24 Uhr
Arturo Vidal (links) kommt nicht mit dem Kopf an den Flankenball heran. Vorne Wolfsburgs Keeper Koen Casteels. Foto: dpa

Der FC Bayern steht im Viertelfinale des DFB-Pokals: Beim 1:0 gegen den VfL Wolfsburg wachten die Gäste viel zu spät auf. Die Stimmen zum unterkühlten Pokalauftritt in der Allianz Arena.

München - Am Ende redeten sie alle über Philipp Lahm und dessen überraschende Entscheidung für die Zukunft, dabei war der FC Bayern doch gerade erst ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen, hatte seine tolle Serie gegen einen erst gegen Ende der einseitigen Partie aufmüpfigen VfL Wolfsburg fortgesetzt. 

Und Douglas Costa - der Torschütze zum siegbringenden 1:0 in der 17. Minute - durfte sich als "Man of the Match" feiern lassen.

Die Stimmen zum Spiel...

Carlo Ancelotti (Trainer FC Bayern): "Wir waren heute deutlich präsenter als gegen Schalke. Von den angeblichen Plänen von Philipp Lahm weiß ich nichts. Er hat heute fantastisch gespielt und ist ein wichtiger Spieler für uns."

Valérien Ismael (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir haben das zweite Mal in Folge eine stabile Leistung gezeigt. Wir haben versucht, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten. Insgesamt ein Kompliment an die Mannschaft, es war ein gutes Auswärtsspiel, darauf können wir aufbauen. Wir sind geduldig geblieben und hätten uns fast belohnt."

Thiago (FC Bayern): "Es war ein schweres Spiel. Wir brauchen so ein Spiel in unserer Situation. Philipp kann spielen, bis er 100 Jahre alt ist. Es ist seine Entscheidung und die respektieren wir."

Uli Hoeneß (Präsident FC Bayern): "Wir spielen mit Torwart. Wir haben natürlich ein bisschen zittern müssen, aber auch verdient gewonnen. Die Kritik der letzten Tage sitzt auch bei den Spielern tief. Das wird jetzt sicher besser, wenn wir in den Drei-Tage-Rhythmus kommen. Wir brauchen mehr Dominanz, mehr Torchancen. Aber das kommt schon noch. Und zum Fall Douglas Costa: "Das Interview war ein verzweifelter Versuch seines Beraters , darauf zu drängen, dass er mehr Geld bekommt."

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Arjen Robben (FC Bayern): "Wir haben nicht viel zugelassen, nur am Ende. Es war okay heute. Es gibt viele Erklärungen, warum es nicht so läuft. Aber das müssen wir intern besprechen, nicht in der Öffentlichkeit. Es ist jetzt die Woche der Wahrheit. Heute sind wir weitergekommen im Pokal, das war der erste Schritt. Nächste Woche gegen Arsenal kommt der zweite Schritt. Da müssen wir uns sehr gut vorbereiten. Das wird natürlich ein ganz anderes Spiel, Arsenal will auch spielen. Normalerweise sind wir immer da, wenn es darauf ankommt. Ich hoffe, dass wir das nächste Woche wieder machen. Verunsichert sind wir nicht. Aber wir müssen uns bewusst sein, dass es noch nicht reicht, dass wir es besser machen müssen."

Thomas Müller (FC Bayern): "Unser Auftritt war okay, wir hätten kurz vor Schluss noch das 1:1 kriegen können. Es war seriös, aber nicht brillant. Im Vergleich zu den letzten Spielen war es ein Schritt in die richtige Richtung. Sicher noch nicht die Erleuchtung, aber wir bleiben positiv. Auch in den Spielen, in denen es nicht so lief, haben wir gezeigt, dass wir der FC Bayern sind und gewonnen. Natürlich bin ich gierig auf solche Spiele. Ich bin nicht derjenige, der mit einem Bankplatz zufrieden ist, aber es saßen auch schon andere Spieler auf der Bank."

 

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