Bayern-Profi trifft für Kolumbien Zauberfuß James schießt sich den Frust von der Seele

, aktualisiert am 12.10.2018 - 08:42 Uhr
Da entlädt sich so einiges: James Rodríguez feiert seinen Treffer für Kolumbien im Länderspiel gegen die USA. Foto: imago/Agencia EFE

Da nutzt einer die Länderspielpause, um was fürs Selbstvertrauen zu tun: James Rodríguez begeistert beim 4:2 der kolumbianischen Nationalelf gegen die USA mit einer tollen Leistung – und einem Traumtreffer.

München/Miami - Das kann sich sehen lassen: James Rodríguez hat die kolumbianische Nationalmannschaft zu einem 4:2 (1:0)-Testspielerfolg gegen die USA geführt.

Der Mittelfeldspieler vom FC Bayern traf mit einem wunderschönen Treffer nach einer Einzelaktion zur 1:0-Halbzeitführung (36.) der Südamerikaner und stand 82 Minuten auf dem Spielfeld. 

Das US-Team drehte durch Kellyn Acosta (50.) und Angreifer Bobby Wood (53.) von Hannover 96 zwar zwischenzeitlich die Partie, doch Carlos Bacca (56.), Falcao (74.) und Miguel Borja (79.) sorgten für den verdienten Sieg der Gäste im Raymond James Stadium in Tampa/Florida.

Damit blieb Kolumbien auch im dritten Spiel seit dem Achtelfinal-Aus bei der WM in Russland (3:4 i.E. gegen England) ungeschlagen. Zuvor hatte es ein 2:1 gegen Venezuela und ein 0:0 gegen Argentinien gegeben.

James Rodríguez: Traumtor gegen die USA wie eine Befreiung

Für James hatte das Zaubertor etwas Befreiendes: Zuletzt hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass sich die prominente Leihgabe von Real Madrid von Bayern-Trainer Niko Kovac nicht genügend berücksichtigt sieht. Der 27-Jährige soll in der Kabine einen Wutanfall gehabt haben, als der Trainer gerade nicht da war. Mit dem Satz "Wir sind hier nicht in Frankfurt" kritisierte er angeblich Kovacs Umgang mit den Stars im Kader. Er wolle dem Coach klar machen, dass er den Verein verlassen möchte.

Damit handelte sich James auch einiges an Kritik ein: So sagte Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus im Interview mit dem Schweizer "Blick", es gebe bei den Bayern zu viele Ich-AGs: "Zu viele Spieler, die nur an sich denken. Spieler wie James und Lewandowski stellen sich über den Verein, auch Robben und Ribéry. Der eine jammert, er spiele zu wenig, der andere, er bekomme zu wenig Bälle, und der dritte schimpft bei Auswechslungen oder heult sich bei Journalisten aus."

 

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