Bayern-Präsident in Stuttgart Hoeneß wettert: "Da läuft eine Kampagne gegen mich"

Klartext vom Bayern-Präsidenten: Uli Hoeneß am Montag bei der Veranstaltung in Stuttgart. Foto: Marijan Murat/dpa

Bei einer Veranstaltung in Stuttgart spricht Bayern-Präsident Uli Hoeneß über den Umgang mit seiner Person in den letzten Wochen. Der 66-Jährige wittert eine Kampagne gegen sich.

Stuttgart/München - Erst die jetzt schon legendäre Polter-Pressekonferenz der Bosse, dann der aufkeimende Zoff mit Bayern-Legende Paul Breitner inklusive Verbannung von der Ehrentribüne und schließlich die harsche Fan-Attacke auf der Jahreshauptversammlung: Selten war die Person Uli Hoeneß während einer Saison mit so viel Unruhe beim deutschen Rekordmeister verbunden, wie in dieser Spielzeit.

Nachdem Hoeneß am Sonntag beim Fanclub-Besuch in Kersbach nahe Erlangen war, ging es einen Tag später zu einer Veranstaltung der "Stuttgarter Nachrichten". Bei der Podiumsdiskussion, bei der auch VfB-Stürmer Mario Gomez sowie der Stuttgarter Präsident  Wolfgang Dietrich anwesend waren, redete Hoeneß wieder Klartext.

Zieht Uli Hoeneß jetzt Konsequenzen?

Über die Ereignisse der letzten Zeit sagte er laut "Sport1": "Seit Wochen läuft da eine Kampagne, speziell auch gegen mich." Der Unmut der Fans und Mitglieder des deutschen Rekordmeisters wird größer – dieser trifft vor allem den Präsidenten. Der 66-Jährige deutete am Montag sogar an, möglicherweise ernste Konsequenzen zu ziehen. "Ich werde da für mich über Weihnachten in aller Ruhe und mit meiner Familie bewerten, wie es weitergeht."

Auch zu Johannes Bachmayr, dem Bayern-Mitglied, das Hoeneß bei der Jahresverhauptsammlung überdeutlich die Meinung gesagt hatte, musste der Präsident nochmal etwas loswerden: "Der hat gar keine Fragen gestellt, hat nur von seinem Computer - wahrscheinlich von außen gesteuert - die Dinge losgelassen. Das war eine sehr vorbereitete Rede."

Uli Hoeneß braucht Bedenkzeit

Mit einer Reaktion auf aktuelle Unruhe beim FC Bayern nimmt sich Hoeneß also Bedenkzeit bis nach Weihnachten. Bedenkzeit auch für die Frage, ob er nochmal für das Amt des Präsidenten kandidieren wird? "Ich habe nie gesagt, dass ich in einem Jahr wieder antrete, sondern ich habe gesagt: Ich versuche den FC Bayern in ein ruhiges Fahrwasser zu führen, bevor ich aufhöre. Und wenn das möglich ist, möchte ich das tun."

Der FC Bayern und ruhiges Fahrwasser – zwei Begriffe, die derzeit nur schlecht miteinander in Verbindung gebracht werden können. Kommt das Ende der Ära Hoeneß beim FC Bayern etwa doch schneller als gedacht?

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