Bayern Nur leicht verletzt: Münchner fällt in Gletscherspalte

Vergebliche Rettungsversuche: Der junge Skifahrer starb noch an der Unfallstelle. Foto: vario-images

INNSBRUCK/MÜNCHEN - Dieser Mann hatte mehrere Schutzengel: Johannes B. überlebte einen Sturz aus zehn Metern Höhe in Hintertux nahezu unverletzt. Er fiel auf eine Schneebrücke - das rettete ihm das Leben.

 

Ein 23-jähriger Münchner ist beim Skifahren am Hintertuxer Gletscher in Mayrhofen (Bezirk Schwaz) zehn Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt. Johannes B. fiel auf eine Schneebrücke, was ihm das Leben rettete.

Da hatte ein Schutzengel ganz offensichtlich mal wieder Überstunden gemacht – mit Freunden war Johannes B. am Sonntag zu einer Ski-Tour auf den Hintertuxer Gletscher aufgebrochen.

Die Gruppe fuhr mittags von der Gletscherhütte in Richtung Talstation des Schlegeisliftes. Unterhalb der Hütte verließ Johannes B. die Piste und wagte sich in etwa 2900 Metern Höhe in ungesichertes Gelände.

Dabei übersah der 23-Jährige offenbar eine Gletscherspalte. Vor den Augen seiner entsetzten Freunde stürzte Johannes B. in die Tiefe. Zehn Meter stürzte er im freien Fall, bis sein Körper auf einer Schneebrücke aufschlug, was ihm das Leben rettete.

Seine Freunde verständigten via Handy die Bergwacht. Ein Rettungsteam stieg zur Unglücksstelle auf. Zwei Helfer stiegen in die Gletscherspalte hinunter. Mit Hilfe eines 30 Meter langen Seils gelang es den Rettern schließlich, den Skifahrer aus München zu bergen. Ein Hubschrauber flog Johannes B. ins Krankenhaus nach Schwaz. Johannes B. hatte Glück im Unglück. Nach ambulanter Behandlung konnte er die Klinik wieder verlassen.

Am Hintern Brunnenkogel wurde ein Skifahrer am Samstag von einer Lawine erfasst und verschüttet. Der Innsbrucker konnte lebend geborgen werden.

Bei einem zweiten Lawinenabgang am Mittelbergferner entkam ein Skifahrer dem Schnee, nur seine Ski erwischte es. Ralph Hub

 

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