Bayern Nürnberg: Sex mit einer Toten

Illustration Foto: vario-images

39-Jähriger vor dem Nürnberger Oberlandesgericht: Er soll seine Ex-Frau erstochen und dann vergewaltigt haben. Sie waren bereits sechs jahre geschieden.

 

NÜRNBERG Weil er seine Ex-Frau erstochen und anschließend vergewaltigt hat, muss sich ein 39–Jähriger ab Donnerstag vor dem Nürnberger Oberlandesgericht verantworten.

Sechs Jahre waren sie bereits geschieden, doch noch immer forderte Mithat Ö. (39), dass seine Ex zu ihm zurückkehrt. Weil sie sich weigerte, musste die Mutter zweier Söhne sterben. Die Frau arbeitete als Küchenhilfe im Messezentrum und wurde zuhause immer wieder von ihrem Ex-Mann aufgesucht. Er konnte nicht verwinden, dass sie ihn verlassen und die Zwillinge mitgenommen hatte.

Am 7. Juli 2008, so die Staatsanwaltschaft, traf sich das getrennt lebende Paar sich zu einer letzten Aussprache. Nach einem lautstarken Streit rammte er ihr im Kinderzimmer sieben Mal ein Küchenmesser (Klingenlänge 13 Zentimeter) in den Oberkörper. Die beiden Buben (damals 10) spielten zur Tatzeit bei Nachbarn. Als sie blutüberströmt und tot auf dem Boden lag, nahm er sich noch das, was sie ihm seit der Scheidung verweigert hatte – und vergewaltigte die tote Frau. Dann stahl er noch 40 Euro und ihre EC-Karte, hob 400 Euro ab. Auf der Flucht rief Mithat Ö. die Polizei an. Anonym teilte er mit, dass in der Wohnung in der Südstadt eine erstochene Frau liege.

Rund zwei Wochen zuvor hatte er seine Ex angefleht, zu ihm zurückzukehren. Als sie ablehnte, wurde sie von Mithat Ö. geohrfeigt, mit einem Messer bedroht und zum Geschlechtsverkehr aufgefordert. Er ließ erst von ihr ab, als einer der Söhne dazwischenging. cis

 

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