Bayern gegen Nürnberg Franck Ribéry führt Bayern zum Derby-Sieg

Franck Ribery stellte mit seinem Treffer zum 1:0 die Weichen auf Sieg. Foto: dpa

Lange mühte sich Triple-Sieger FC Bayern München im ungleichen Derby gegen den 1. FC Nürnberg. Franck Ribéry brachte den Rekordmeister schließlich auf die Siegerstraße – mit seinem ersten Kopfball-Tor in der Bundesliga. Die Franken warten weiter auf den ersten Saisonsieg.

 

München - Sein erstes Kopfball-Tor in der Fußball-Bundesliga war Franck Ribery sogar eine Gelbe Karte wert. Aus Freude über seinen Premieren-Türöffner zum 2:0 (0:0)-Erfolg von Triple-Sieger FC Bayern am Samstag im 187. Derby gegen den 1. FC Nürnberg rannte der kleine Franzose ausgelassen quer über den Platz und entledigte sich im Überschwang seines Trikots. „Das war komisch“, sagte Ribéry nachher lachend zu seiner Kopfball-Premiere. „Komisch, aber super!“ Arjen Robben besiegelte mit einem Traumsolo den Erfolg gegen die letztlich überforderten Gäste (78.).

„Ich bin zufrieden. Natürlich sind die ersten Siege wichtig“, sagte Bayern-Trainer Pep Guardiola, der sich über seinen ersten Rekord beim Rekordmeister freuen durfte. Die Münchner stellten mit 28 Bundesliga-Spielen in Serie ohne Niederlage einen Vereinsrekord auf.

Allerdings benötigten die Münchner, bei denen Millionen-Neuzugang Mario Götze einen glanzlosen Pflichtspiel-Einstand gab, eine deutliche Steigerung im zweiten Durchgang, um im dritten Spiel den dritten Sieg einzufahren. Guardiola durfte sich am Ende über seinen ersten Rekord beim Rekordmeister freuen: Die Münchner stellten mit 28 Bundesliga-Spielen in Serie ohne Niederlage eine Vereins-Bestmarke auf.

Nürnberg muss seine Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg nun auf den kommendem Samstag richten, dann kommt der FC Augsburg zum nächsten Derby. „Die Niederlage geht in Ordnung. Aber wir haben toll gekämpft und Leidenschaft gezeigt“, sagte „Club“-Coach Michael Wiesinger. „Das stimmt mich zuversichtlich.“

0:3, 0:4, 0:4 – nach den wenig erbaulichen Auftritten der Franken in den vergangenen Spielzeiten beim bayerischen Rivalen hatte „Club“-Coach Michael Wiesinger viel Zement angerührt. Spielmacher Hiroshi Kiyotake musste ebenso auf der Bank Platz nehmen wie sein Mittelfeldkollege Robert Mak. Nürnberg igelte sich am eigenen Strafraum ein. Gefällig lief der Ball durch die Reihen des Rekordmeisters, Torchancen blieben aber erst einmal Mangelware.

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Das erste Ausrufezeichen setzten die Gäste. Gegen die viel zu passive Bayern-Defensive kam Neuzugang Daniel Ginczek frei zum Schuss (15.) und hämmerte den Ball aus 20 Metern an die Unterkante der Latte. Bayern-Keeper Manuel Neuer wäre da machtlos gewesen.

Wenig später hatten die Gäste Glück, als Schiedsrichter Christian Dingert einen Schubser von Javier Pinola an Bayern-Sturmspitze Mario Mandzukic im Strafraum nicht ahndete (24.). Bei der nächsten Aktion im Sechzehner der Franken kam der Pfiff – die Aktion von Per Nilsson an Arjen Robben war aber nicht elfmeterreif. Egal, die Münchner nahmen das Geschenk nicht an. David Alaba scheiterte (33.) an Keeper Raphael Schäfer, es war der zweite verschossene Elfmeter des Rekordmeisters in der noch jungen Saison.

Wenig zeigte nach langer Pause 37-Millionen-Neuzugang Götze. Zwar hatte er viele Ballkontakte, der Ex-Dortmunder lief sich aber oft fest. Die vier Monate lange Pflichtspiel-Auszeit war spürbar. „Er hat gut gespielt – vor allem in der ersten Halbzeit“, sagte Guardiola - und erinnerte: „Für Mario war es das erste offizielle Spiel.“

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Halbzeit zwei entwickelte sich zu einer Partie auf ein Tor. Doch Schäfer war lange nicht zu bezwingen. Einen Mandzukic-Kopfball lenkte der beste Nürnberger über die Latte (60.), auch gegen den plötzlich vor ihm alleine auftauchenden Götze blieb Schäfer Sieger (61.).

Dann war für Götze Feierabend. Zwei Minuten später durften die Münchner jubeln. Wirbelwind Ribéry traf per Kopf nach Flanke von Philipp Lahm zur überfälligen Führung. Nun war die ungleiche Partie entschieden, Robben setzte mit seinem Solo den starken Schlusspunkt.

 

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