Manager sollte "der nächste Lübcke" werden Morddrohung gegen Siemens-Chef Kaeser: Ermittlungen eingestellt

Siemens-Chef Joe Kaeser. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild Foto: dpa

Die Ermittlungen im Fall der Morddrohungen gegen Siemens-Chef Joe Kaeser werden von der Staatsanwaltschaft Deggendorf eingestellt. Siemens wollte sich zu dem Vorfall zunächst nicht äußern.

 

Deggendorf - Nach einer Morddrohung aus mutmaßlich rechtsextremen Kreisen gegen Siemens-Chef Joe Kaeser hat die Staatsanwaltschaft Deggendorf die Ermittlungen eingestellt. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Siemens wollte sich zu dem Vorfall zunächst nicht äußern.

Siemens-Boss Kaeser: Morddrohungen aus rechtsextremen Kreisen

"Wir haben einige der Spuren, die zum Täter führen, verfolgen können, allerdings nicht bis zum Schluss", sagte der Sprecher. Die Ermittlungen seien deshalb eingestellt worden. Dem Bericht zufolge handelt es sich bei den Spuren um einen deutschen Mobilfunkanschluss und eine dynamische IP-Adresse, die bei dem Mobilfunkanbieter nicht mehr gespeichert gewesen ist. Dazu äußerte sich der Sprecher nicht.

Kaeser hatte im Juli per E-Mail eine Morddrohung von einem mutmaßlich rechtsextremen Absender erhalten. Darin war dem Manager gedroht worden, "der nächste Lübcke" zu werden. Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war Anfang Juni durch einen Kopfschuss getötet worden. Das Schreiben mit dem Absender adolf.hitler@nsdap.de hatte Kaeser auf Twitter veröffentlicht.

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